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24.07.2020 Marion Schlegel

DAX: Schwache Vorgaben aus den USA und Asien – zurück unter der 13.000er-Marke

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DAX

Der sich verschärfende Streit zwischen China und den USA drückt am Freitag auch am deutschen Aktienmarkt auf die Stimmung. Erstmals seit Wochenbeginn dürfte der DAX wieder unter die runde Marke von 13.000 Punkten tauchen. So taxiert der Broker IG den deutschen Leitindex gut zwei Stunden vor dem Xetra-Start 1,25 Prozent unter seinem Vortagesschluss auf 12.940 Punkten.

DAX (WKN: 846900)

Als Reaktion auf die Schließung eines chinesischen Konsulats in Houston forderte China nun seinerseits die USA auf, ihre diplomatische Vertretung in der südwestchinesischen Stadt Chengdu zu schließen. Das ohnehin seit langer Zeit angespannte Verhältnis zwischen den beiden Ländern erreicht damit einen weiteren Tiefpunkt, was sich auf den Welthandel weiter negativ auswirken könnte.

In China reagierten die Aktienmärkte am Morgen mit kräftigen Verlusten und auch in New York hatten die Kurse am Vortag deutlich nachgegeben. Dort machten die Investoren vor allem bei den zuletzt sehr stark gelaufenen Technologieaktien Kasse. Hierzulande stehen am Freitag Techwerte auch nach den am Vorabend nach US-Börsenschluss vorgelegten Zahlen des Chipkonzerns Intel im Fokus.

Die Quartalsberichte einiger namhafter US-Konzerne wie Microsoft, Tesla und Dow Inc kamen bei den Anlegern nicht gut an. Der Dow Jones verlor 1,31 Prozent auf 26.652,33 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 verlor 1,23 Prozent auf 3.235,66 Zähler. Der technologielastige Nasdaq 100 büßte sogar 2,67 Prozent auf 10.580,591 Punkte ein.

Nasdaq 100 (ISIN: DE000DB2KFB5)

In China ging es für den CSI 300 zum Wochenschluss um zuletzt rund drei Prozent nach unten. Der Hang Seng in Hongkong sank um 1,8 Prozent. In Japan blieb die Börse wegen eines Feiertages erneut geschlossen.

Von der Terminseite her ist es zum Wochenschluss relativ ruhig. Einige Quartalszahlen stehen dennoch auf dem Programm: beispielsweise berichtet vor der US-Börseneröffnung in den USA American Express.

DER AKTIONÄR wird im Laufe des Tages über sämtliche wichtigen Entwicklungen und Neuigkeiten an den nationalen und internationalen Märkten berichten.

(Mit Material von dpa-AFX)

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