Antizyklisch investieren – mit diesen Top-Aktien
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13.11.2015 Michael Schröder

DAX: Rücksetzer vor dem Wochenende - wird es wieder quick and dirty?

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DAX

Der DAX will nicht so recht nach oben laufen. Die 11.000-Punkte-Marke scheint derzeit noch eine zu hohe Hürde für den Leitindex zu sein. Somit bleibt die Gefahr eines Rücksetzers gegeben. Dieser könnte kurzfristig bevorstehen – und wie immer „quick and dirty“ ablaufen.

Die Vorgaben aus Übersee sind schwach. Die US-Investoren sind durch die anstehende Zinswende verunsichert. „Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit wird die US-Notenbank im Dezember die Leitzinsen leicht anheben“, sagt Tobias Basse von der nord/LB. „Der Gesamtmarkt muss unserer Auffassung nach aber nicht zu sehr unter einer Fed-Zinserhöhung leiden. Das zu erwartende Handeln der Zentralbanker in Washington ist schließlich auch ein Signal, welches als Indikation für eine schon wieder unter mehr Dampf stehende US-Wirtschaft gewertet werden kann“, führt der Kapitalmarktstratege aus.

Basse rechnet dabei auch nicht mit großen Zinsschritten: „Unserer Auffassung nach wird man bei der anstehenden Neuausrichtung der US-Zinspolitik sehr vorsichtig agieren wollen; insofern sollte dem Aktienmarkt also wohl auch nur sehr langsam die stützende Liquidität entzogen werden. Es mag sich im Rahmen der Sektor-Rotation allerdings dennoch ein gewisser Anpassungsbedarf ergeben.“

Die Europäische Zentralbank (EZB) wird die Märkte wahrscheinlich nicht enttäuschen wollen und entsprechend zur Umsetzung von weiteren Maßnahmen greifen - eine Zinswende ist dabei aber nicht in Sicht. Das Ankaufprogramm für Staatsanleihen dürfte ab Dezember ausgeweitet werden. Selbst der bereits im negativen Bereich liegende Einlagensatz könnte nochmals nach unten korrigiert werden.

Noch sind das alles graue Theorien. Erst im Dezember werden die Notenbanken Fakten schaffen. Alles in allem scheint der Weg des geringeren Widerstands für den DAX kurzfristig aber nach unten zu führen. Der Leitindex könnte daher schnell unter die Unterstützung bei 10.680/700 Punkten fallen und dann direkt in Richtung 10.500 Zähler durchrutschen. Auf diesem Niveau dürften sich dann aber wieder erste Schnäppchenjäger neu positionieren, um den Leitindex zum Jahresende hin dynamisch und vor allem nachhaltig über die 11.000-Punkte-Marke zu schieben.

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(Mit Material von dpa-AFX)

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