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21.10.2015 Michael Schröder

DAX: Neues Kaufsignal über 10.200 Punkten – helfen Draghi und die EZB?

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DAX

Gestützt auf gute Vorgaben aus Übersee startet der DAX am Mittwoch wieder mit Gewinnen in den Handel. Mangels wichtiger Konjunkturdaten müssten sich die Anleger für frische Impulse wohl bis zu den am Donnerstag erwarteten Aussagen der Europäischen Zentralbank (EZB) zur Geldpolitik gedulden. Aus charttechnischer Sicht steht der DAX aber unmittelbar vor einem weiteren Kaufsignal.


Der DAX nimmt zunächst die guten Vorgaben der asiatischen Börsen auf. Frische Konjunkturdaten aus Japan haben zwar enttäuscht. In der Hoffnung auf weitere geldpolitische Unterstützung reagierte die Börse dort aber mit Gewinnen. In Deutschland stehen heute keine wichtigen Daten an.

Gespannt warten die Anleger daher auf die EZB, die am Donnerstag-Nachmittag ihre neuen geldpolitischen Entscheidungen bekannt geben wird. Volkswirte rechnen zwar nicht mit einer weiteren Lockerung, Investoren hoffen jedoch auf Hinweise in den Aussagen von EZB-Chef Mario Draghi, ob und wann das aktuell etwas mehr als 1.100 Milliarden Euro umfassende Wertpapierkaufprogamm ausgeweitet werden könnte. Analyst Andreas Paciorek von CMC Markets verwies als Grund für die leichte Schwäche am Markt vor allem auf eine Umfrage der EZB, der zufolge die Banken in der Eurozone ihre Bedingungen für die Vergabe von Krediten weiter gelockert haben. "Damit fließt mehr Geld in die Wirtschaft", kommentierte er. "Die Nachricht nimmt den Druck von der EZB, zum jetzigen Zeitpunkt geldpolitisch noch mehr aufs Gaspedal zu treten. Sie kann vorerst weiter abwarten."

Was sagt die Charttechnik? Der DAX knabbert weiter an der 10.200-Punkte-Marke. Oberhalb dieses Widerstands besteht ein weiter gehendes Erholungspotenzial, das durchaus noch bis zum Reaktionshoch vom 9. September bei 10.515 Punkten reichen kann. Nach unten sorgt der Unterstützungsbereich um 9.890 Zählern für Unterstützung. DER AKTIONÄR bleibt weiter zuversichtlich, dass der Leitindex in Kürze das Kaufsignal generieren und seine Aufwärtsbewegung fortsetzen wird.

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(Mit Material von dpa-AFX)

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