Die Comebacks nach Corona
29.01.2021 Marion Schlegel

DAX erneut schwächer wartet – das ist heute wichtig

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DAX

Nach dem Stabilisierungsversuch am Donnerstag wird der DAX zum Wochenausklang wieder schwach erwartet. Der Broker IG taxiert den deutschen Leitindex gut zwei Stunden vor dem Xetra-Start anderthalb Prozent tiefer auf 13.470 Punkte. Tags zuvor war der DAX zeitweise bereits bis auf 13.310 Punkte abgesackt, schaffte es dann aber letztlich knapp ins Plus. Auf Wochensicht liegt er bisher allerdings bereits anderthalb Prozent im Minus. "Die Börse ist zum Schauplatz einer Auseinandersetzung zwischen Leerverkäufern und Privatanlegern geworden", sagte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners.

DAX (WKN: 846900)

Die US-Aktienmärkte haben sich am Donnerstag etwas von ihrem Kursrutsch zur Wochenmitte erholt. Nachdem am Mittwoch noch die Enttäuschung über mangelnde Impulse von Seiten der US-Notenbank das Bild bestimmt hatte, konzentrierten sich die Anleger nun auf insgesamt eher robuste Konjunkturdaten. So sank die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe überraschend deutlich. Der Leitindex Dow Jones ging ein Prozent höher bei 30.603,36 Punkten aus dem Handel, hatte zwischenzeitlich aber mehr als zwei Prozent im Plus gelegen.

Die Aktienmärkte in Asien haben am Freitag schwächer tendiert. Vorsicht bleibt das beherrschende Thema an den Märkten. Die Corona-Lage bleibt in weiten Teilen der Welt angespannt und die Hoffnungen auf eine rasche Durchführung der Impfkampagnen hat zuletzt Kratzer bekommen. In Japan schloss der Leitindex Nikkei 225 1,9 Prozent tiefer. Der chinesische CSI 300 mit den 300 wichtigsten Aktien der Börsen Shanghai und Shenzhen fiel zuletzt um 0,8 Prozent und der Hang Seng in der Sonderverwaltungszone Hongkong büßte 0,7 Prozent ein.

Zum Wochenschluss stehen einige Konjunkturdaten auf dem Programm. Unter anderem wird am Nachmittag das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan veröffentlicht.

DER AKTIONÄR wird im Laufe des Tages über sämtliche wichtigen Entwicklungen und Neuigkeiten an den nationalen und internationalen Märkten berichten.

(Mit Material von dpa-AFX)

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