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15.01.2021 Carsten Kaletta

DAX & Co: Mit Verlusten ins Wochenende – Höhen- und Corona-Ängste belasten – Siemens Energy und Varta im Energieloch

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Die Anleger haben sich am Ende einer bis dahin zögerlichen Börsenwoche doch noch für Gewinnmitnahmen entschieden. Börsianer sprachen am Freitag von einer Konsolidierung nach dem starken Jahresauftakt, die sich auch an der Leitbörse in New York zeigte. Es hieß, Anleger scheuten nach der Rekord-Rally des DAX neue Risiken wegen der weiterhin grassierenden Corona-Pandemie und der Diskussion über eine zeitnahe Verschärfung von Restriktionen. Am Ende gab der Leitindex um 1,44 Prozent auf 13 787,73 Zähler nach. Der MDAX, der am Vortag noch einen höheren Rekord aufgestellt hatte, ging mit einem Abschlag von 1,70 Prozent auf 31 035,92 Punkte aus dem Handel

DAX (WKN: 846900)

Die Kursverluste drückten neben allgemeiner Höhenangst auch die Furcht der Anleger vor einer größeren Abriegelung der Wirtschaft in der Corona-Krise aus. Zeitweise drohte der Dax unter die 21-Tage-Durchschnittslinie zu fallen, die bei gut 13 700 Punkten verlief. Wegen der kritischen Infektionslage wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten bereits am kommenden Dienstag über schärfere Corona-Beschränkungen beraten.

Die Chartexperten von Index-Radar betonten aber am Morgen schon vor der Verkaufswelle, dass der Dax in einer Konsolidierung spätestens bei 13 500 Punkten abgesichert sei. Bis dahin könne noch von normalen Schwankungen im Aufwärtstrend die Rede sein. 

In der Verkaufswelle verpufften letztlich auch erleichternde Nachrichten von SAP. Die stark in den Handel gestartete Aktie ging trotz guter vorläufiger Quartalszahlen 0,65 Prozent tiefer aus dem Handel. Eine überraschend gute Entwicklung im Schlussjahresviertel mildere die Sorgen der Anleger, dass der Softwarekonzern im Cloud-Geschäft womöglich mehr Gegenwind verspürt als die Konkurrenz, urteilte Analyst Andrew DeGasperi von der Berenberg Bank. 

Gar nicht gut an kam der Vorwurf unfairer Wettbewerbspraktiken von General Electric an Siemens Energy. Nach gutem Lauf zog die Meldung bei den Aktien einen Rücksetzer um 6,3 Prozent nach sich. Die Amerikaner werfen dem Kontrahenten vor, mit verbotenen Methoden mehrere Gasturbinen-Aufträge ergattert zu haben.

Zuletzt sehr gut gelaufene Aktien wurden allgemein gemieden. Auch die Aktien von Westwing, die im vergangenen Jahr zum besten SDAX-Wert wurden, verloren nach Geschäftszahlen und einem weiteren Rekordhoch im Frühhandel 7,6 Prozent. Verfehlte Jahresziele schickten die Aktien des IT-Beraters SNP sogar mit 9,7 Prozent auf Talfahrt. 

Für negativen Gesprächsstoff sorgten sonst noch die Aktien von Varta, die im MDAX um 5,4 Prozent absackten. Auslöser war ein Bericht, dem zufolge die Tech-Schwergewichte Samsung und LG Electronics eigene Mikrobatterien fertigen wollen. 


Mit Material von dpa-AFX

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