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DAX-Anleger in Wartestellung - Hoffen auf den Jobbericht

DAX-Anleger in Wartestellung - Hoffen auf den Jobbericht
Foto: Börsenmedien AG
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Thomas Bergmann 06.05.2016, 09:15 Thomas Bergmann
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Die Anleger am deutschen Aktienmarkt dürften sich am Freitag vor wichtigen Arbeitsmarktdaten aus den USA bedeckt halten. Der DAX hatte an "Christi Himmelfahrt" einen Stabilisierungsversuch unternommen, war aber im Laufe des Tages am wichtigen Widerstand bei 9.900 Punkten gescheitert. Vor diesem Hintergrund könnte sich die Talfahrt noch eine Weile fortsetzen.

Minus 5 Prozent in zwei Wochen

Auf Sicht von rund zwei Wochen liegt der DAX bereits mehr als fünf Prozent im Minus. Neben Sorgen über eine möglicherweise schwächelnde Weltwirtschaft hätten Bedenken über die Wirksamkeit der Geldpolitik der Notenbanken die Stimmung belastet, sagte Analyst Michael Hewson vom Broker CMC Markets UK. Zudem habe die Erholung der Ölpreise an Schwung verloren.

Am Nachmittag werden sich die Anleger auf den monatlichen US-Arbeitsmarktbericht fokussieren und diesen auf Zeichen hinsichtlich der Stärke der US-Wirtschaft abklopfen. Darüber hinaus könnte er ihre Erwartungen an den Zeitpunkt einer weiteren Leitzinserhöhung durch die US-Notenbank Fed ändern. Das könnte dem Markt dann eine neue Richtung geben.

Trend zeigt nach unten

Nach dem Bruch der massiven Unterstützung bei 9.900 Punkten hat der DAX regelkonform weiter an Boden verloren. Heute Morgen setzte er punktgenau auf der unteren Kante des Aufwärtsgaps von Mitte April auf (9.770 Punkte). In diesem Bereich liegen auch die 38,2%-Fibonacci-Retracements der Abwärtsbewegung von Dezember bis Februar (9.742) und der Aufwärtsbewegung von Februar bis April (9.796). Wird dieser Bereich nachhaltig unterschritten, muss mindestens mit einem Rücksetzer bis 9.586 Zähler gerechnet werden, wo das 50%er-Retracement der jüngsten Aufwärtsbewegung verläuft.

Auf der Oberseite fungiert die Marke von 9.900 Punkten jetzt wieder als Widerstand. Nicht unerheblich ist auch der Bereich zwischen 10.055 (Retracement) und 10.108 (Ausbruchsniveau/Retracement) Punkten. Eine Art Befreiungsschlag wäre ein Anstieg über 10.500 Punkte.

Abwarten!

Aus technischer Sicht hat der DAX mit dem Gap-Close bei 9.770 Punkten das erste Kursziel erreicht. Von hier ab könnte es eine technische Erholung bis 10.000 Punkten geben. Diese Bewegung steht aber auf wackligen Füßen, weshalb DAX-Trader vorerst an der Seitenlinie verharren sollten. Mehr zum DAX sehen Sie im täglichen DAX-Check bei DER AKTIONÄR TV oder lesen Sie an dieser Stelle.

(mit Material von dpa-AFX)

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