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09.03.2015 Stefan Limmer

Daumen runter: SAP-Aktie zu teuer?

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SAP

In einem durchwachsenen Gesamtmarktumfeld zählt die SAP-Aktie am Montag zu den schwächsten Werten im DAX. Für Verunsicherung sorgt ein negativer Analystenkommentar. Trotz der Kursverluste ist der Aufwärtstrend der Aktie weiter intakt.

Die DZ Bank hat die Einstufung für SAP nach dem angekündigten Stellenabbau auf „Halten“ bestätigt. Den fairen Kurs für die DAX-Aktie beziffert Analyst Haral Schnitzer mit 57 Euro – und damit fast zehn Prozent unter dem aktuellen Preisniveau. „Offensichtlich will der Softwarekonzern die Profitabilität verbessern, nachdem kürzlich wegen der hohen Vorlaufkosten im Zusammenhang mit dem Ausbau des Cloud-Geschäfts die Margenziele reduziert worden sind“, so Schnitzer in seiner Studie.

In der vergangenen Woche kündigte der Softwarekonzern an, dass sich etwa drei Prozent der weltweit 74.400 Mitarbeiter auf eine „Veränderung“ einstellen müssen. Hintergrund ist die Veränderung des Geschäftsmodells von SAP. Der Softwarekonzern ist dabei, von fest installierter Software auf Abo-Modelle (Cloud-Computing) umzustellen, wo man in Zukunft höhere Wachstumsraten und stetige Einnahmen erwartet. "Vereinfachung" lautet das Motto von Firmenchef Bill McDermott. Dadurch werden Jobs in bestimmten Bereichen nicht mehr gebraucht. Ries nannte als Beispiel die Softwareimplementierung. 

Dabeibleiben

Trotz des Rücksetzers bleibt das Mehrjahreshoch bei 65 Euro in Schlagdistanz. Darüber wäre dann Luft bis zum alten Rekordhoch bei 71 Euro. Nach der Kursrallye in den vergangenen Wochen ist eine kurze Verschnaufpause vor der Fortsetzung des Aufwärtstrends gesund. SAP ist mit einem 2015er KGV von 20 nicht mehr günstig. Die Ausrichtung auf das Cloud-Computing dürfte sich jedoch langfristig auszahlen. Anleger bleiben dabei. Auch DER AKTIONÄR setzt in seinem Derivate-Musterdepot auf steigende Kurse. 

(mit Material von dpa-AFX)

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