20.02.2019 Börsen. Briefing.

Das war heute wichtig: Wirecard: Short-Verbot wirkungslos? | Rettet EZB erneut Deutsche Bank, Commerzbank & Co? | Daimler am Pranger | UBS: Rekordstrafe | Fresenius stark

-%
UBS
Trendthema

Der deutsche Aktienmarkt fand auch am Dienstag keine klare Richtung und schloss den zweiten Tag in Folge nahezu unverändert. Meldungen sorgten indes auch heute wieder für reichlich Bewegung in einzelnen Aktien und ganzen Sektoren. Betroffen vor allem: Der Automobil- sowie der Bankensektor. Bei den Einzelwerten sorgte vor allem ProSiebenSat.1 für Kopfschütteln.

Bestens informiert durch den Handelstag – Werden Sie jetzt Leser des kostenfreien AKTIONÄR-Newsletters Börsen.Briefing. Registrieren Sie sich jetzt unter www.boersenbriefing.de oder nutzen Sie das untenstehende Formular.

Wirecard-Aktie verliert wieder an Wert: Short-Verbot wirkungslos?

Anders als gestern, als ein Flashcrash die Aktie der Wirecard AG nur kurzzeitig gen Süden drückte, verlief der Handel in dem Papier heute ruhig. Allerdings deutete die Tendenz klar nach unten. Wirecard schlossen nach schwachem Verlauf knapp fünf Prozent leichter bei 114,25 Euro. Im Markt mehren sich nun kritische Stimmen, die das Leerverkaufsverbot der BaFin hinterfragen. Die Resultate der Maßnahme sind durchaus messbar … Mehr dazu morgen früh auf www.deraktionaer.de

Ferner wurde bekannt, dass mit Odey ein Hedgefonds seine Short-Position reduziert hat. Eine Meldung, die gestern oder vorgestern noch für steigende Kurse gesorgt hätte – heute blieb sie ohne Reaktion.

Lesen Sie hierzu auch:

Wirecard-Aktie: Kippt das BaFin-Short-Verbot gleich wieder?

Wirecard: Bekommen die Shortseller jetzt kalte Füße?

Darüber hinaus haben wir heute mit dem Rechtsanwalt des Anzeigeerstatters gegen Dan McCrum gesprochen.Ehssan Khazaeli von der Berliner Kanzlei Werdermann | von Rüden erläutert im Exklusiv-Interview mit dem Börsen.Briefing. in juristischer Zurückhaltung, was er sich von dem Ermittlungsverfahren erhofft. Und das ist nicht weniger, als die Hintermänner des Falls zu ermitteln und Dan McCrum zur Rechenschaft zu ziehen, sofern ihm ein Fehlverhalten nachgewiesen werden kann. 

Greift die EZB Europas Banken einmal mehr unter die Arme?

Die jüngsten Meldungen aus der europäischen Bankenszene legen die Vermutung nahe, dass es den Geldhäusern nicht wirklich gut geht. Das stellt auch EZB-Chefvolkswirt Peter Praet fest. Ihm zufolge seien die Banken in der Eurozone wenig profitabel. Es bestehe die Gefahr, dass sie durch prozyklisches Verhalten den Abwärtstrend der Wirtschaft verstärken könnten. Er brachte auch neue langfristige Refinanzierungsgeschäfte (TLTROs) ins Gespräch. "Die Diskussion wird bald im Rat der EZB stattfinden." Das Wall Street Journal zitiert Benoît Cœuré von der EZB mit den Worten, er spüre im Markt eine große Nachfrage nach dieser Art der langfristigen Refinanzierungsgeschäfte. In dem Artikel heißt es weiter, einige Anleger seien der Ansicht, dass die EZB eher früher als später handeln wird. Bereits bei der nächsten Sitzung im März könnte eine entsprechende Entscheidung fallen. 

Die Aktien von Deutsche Bank (+1,26%) und Commerzbank (+0,89%) machten einen Teil der gestern angelaufenen Verluste wieder wett. 

Lesen Sie hierzu auch:

Danske-Skandal weitet sich aus – nicht nur die Deutsche Bank war verstrickt

Deutsche Bank: Die Luft wird dünner

EZB-Chefvolkswirt malt den Teufel an die Wand – crasht der Markt bald?

Markets Warm to the Prospect of an ECB Funding Boost for Banks (Wall Street Journal | Englisch | Kostenpflichtiger Inhalt)

Rekordstrafe für Schweizer UBS lässt Aktie fallen

Die Schweizer Großbank UBS muss wegen Geschäften mit Steuerhinterziehern in Frankreich ein Strafgeld von mehr als 3,7 Milliarden Euro zahlen. Es handele sich um ein Vergehen von "außergewöhnlicher Schwere", urteilte ein Pariser Gericht am Mittwoch. Eine Strafe für Steuerbetrug in dieser Höhe ist laut Gerichtskreisen in Frankreich beispiellos – und wurde weder vom Unternehmen noch seinen Aktionären in dieser Form erwartet. Ein Anwalt der Bank sagte, man habe bereits Berufung gegen das Urteil eingelegt. UBS-Manager Markus Diethelm kritisierte eine "unverständliche Entscheidung". Die Bank habe stets Vorwürfe strafbaren Fehlverhaltens zurückgewiesen, teilte UBS in einer Erklärung mit.

Die Aktie fiel an der Börse in Zürich trotz aller Beteuerungen des Unternehmens um 2,69 Prozent auf 12,50 Franken.

Lesen Sie hierzu auch:

Gnadenlos: UBS muss sensationelle Strafe zahlen (Finanztreff.de)

Auch Daimler droht nun Milliarden-Bußgeld

Im Zuge ihrer Diesel-Ermittlungen beim Autobauer Daimler hat die Staatsanwaltschaft Stuttgart nun auch ein Bußgeldverfahren gegen den Konzern eingeleitet. Das bestätigten Daimler und die Staatsanwaltschaft am Mittwoch auf Anfrage. Es geht auch bei diesem Verfahren um den Verdacht, dass Führungskräfte ihre Aufsichtspflichten verletzt und damit eine Ordnungswidrigkeit begangen haben könnten. VW musste deshalb bereits eine Milliarde Euro bezahlen, Audi 800 Millionen Euro. Zudem laufen Verfahren gegen Porsche und Bosch. Nun droht auch Daimler eine hohe Geldbuße.

Die Aktie des Stuttgarter Automobilherstellers zeigte sich von dieser Meldung gänzlich unbeeindruckt. Sie stieg – vor allem am Nachmittag – kräftig um 2,58 Prozent auf 51,76 Euro.

Lesen Sie hierzu auch:

Daimler-Aktie: Das kann nicht wahr sein – Jetzt ist die Staatsanwaltschaft aktiv

Fresenius und Fresenius Medical Care obenauf

Das Gewinnerfeld im DAX wurde heute klar von zwei Unternehmen dominiert: Fresenius und Fresenius Medical Care (FMC). Wie eineiige Zwillinge setzten sie sich mit Aufschlägen um die fünf Prozent vom Rest des Feldes ab. Sie hatten heute morgen Zahlen zum vergangenen Geschäftsjahr veröffentlicht – und die Marktteilnehmer überzeugt.

Lesen Sie hierzu auch:

Dividendenaristokrat Fresenius: Trotz Schwierigkeiten neues Rekordjahr – Aktie massiv im Plus, gelingt die Trendwende?

Aktie von Siltronic zerlegt es nachbörslich

Mit Siltronic hat es heute nachbörslich einen Titel aus dem TecDAX hart erwischt. Auf Xetra noch mit Plus 1,06 Prozent bei 97,08 Euro in den vermeintlichen Feierabend gegangen, fällt die Aktie auf Tradegate um 11,18 Prozent auf nur noch 85,50 Euro zurück. Grund: Eine in Relation zu den Erwartungen ganz schwache Prognose für das laufende Jahr.

Lesen Sie hierzu auch:

Siltronic mit erster Prognose für 2019: Umsatz auf Vorjahresniveau, Gewinn je Aktie leicht unter Vorjahr - Hoffnung auf Erholung im zweiten Halbjahr

Prognosen für 2019 lassen Siltronic nachbörslich absacken (Finanztreff.de)

Weitere Top-Themen heute:

Deutsche Telekom: Darauf kommt es jetzt an

Allianz: Dieses Chartmuster sorgt vielleicht für den ganz großen Knall!

Amazon: Sensationelle Prognoseanhebung

Bestens informiert durch den Handelstag – Werden Sie jetzt Leser des kostenfreien AKTIONÄR-Newsletters Börsen.Briefing. Registrieren Sie sich jetzt unter www.boersenbriefing.de oder nutzen Sie das untenstehende Formular.

| Auf dem Laufenden bleiben | Täglich. Kostenfrei. Unverbindlich. |

Bleiben Sie über die Entwicklung bei Wirecard, Infineon, der Deutschen Bank und anderen spannenden Unternehmen auf dem Laufenden. Lesen Sie das Börsen.Briefing. – den neuen täglichen Newsletter des AKTIONÄR. Wenn Sie sich bisher noch nicht registriert haben, besuchen Sie jetzt www.boersenbriefing.de und bestellen Sie kostenfrei und unverbindlich das Börsen.Briefing. Oder nutzen Sie einfach das nachstehende Formular. Schon am nächsten Börsentag erhalten Sie die erste Ausgabe des Börsen.Briefing. kostenfrei in Ihr E-Mail-Postfach zugestellt.

Der Newsletter ist unverbindlich und kostenlos. Zum Abbestellen reicht ein Klick auf den Abmelde-Link am Ende des Newsletters.

Buchtipp: Kurzfriststrategien für Anleger

Bekannt wurde er mit Langfriststrategien. Doch in seinem neuen Buch widmet sich Börsenexperte Thomas Gebert nun Kurzfriststrategien: Wie bekommt man die kurzfristigen Bewegungen der Aktienkurse in den Griff? Der Schlüssel liegt einerseits in einer speziellen Deutung der Candlestick-Charts, mit denen sich relative Stimmungsextreme diagnostizieren lassen, und andererseits in einem bestimmten Rhythmus, in dem die Kurse schwingen. Die Kombination, auf den emotionalen Umschwung zu warten und ihn zum richtigen Zeitpunkt zu erkennen, macht es möglich, die unmittelbare Richtung des DAX einzuschätzen. Gebert erklärt zudem, wie er zu seiner überaus treffsicheren 2-Wochen-Prognose in seinem beliebten „GebertBrief“ kommt.

Autoren: Gebert, Thomas
Seitenanzahl: 272
Erscheinungstermin: 05.12.2019
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-86470-655-4