09.10.2019 Jochen Kauper

Daimler: Branchengipfel in Stuttgart - Hochstufungen von der HSBC und von JPMorgan, wann kommt die Aktie wieder in Fahrt?

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Daimler
Trendthema

Die Daimler-Tochter Mercedes hat nach einem schwachen ersten Halbjahr mit einem starken September das Blatt wenden können. Hinzu kommen neue Einschätzungen von der Investmentbank HSBC und von JPMorgan. Was macht die Aktie daraus?

Über die Erfolgschancen ihrer Zukunftsstrategien tauschen sich heute ab 9.00 Uhr einige Spitzenvertreter der Autoindustrie beim "Branchengipfel" in Nürtingen bei Stuttgart aus. Gastgeber ist das Institut für Automobilwirtschaft (IfA). Als Redner vor den gut 600 Gästen haben sich unter anderem Daimler-Chef Ola Källenius sowie VW -Vorstandsmitglied Jürgen Stackmann und sein BMW -Kollege Peter Schwarzenbauer angekündigt.

IfA-Chef Stefan Reindl sieht mit den anstehenden Weichenstellungen beim Brexit oder im Streit um Zölle "Schlüsselentscheidungen" auf die gesamte Branche zukommen - in einer Zeit, in der ohnehin wichtige Zukunftsfragen geklärt werden müssen.

Gute Verkaufszahlen im September

Bereits am Montag konnte Daimler mit guten Verkaufszahlen punkten. Im Monat September setzte Mercedes-Benz weltweit 223.838 Autos ab. Ein Plus von 10,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Nach neun Monaten liegt Mercedes mit 1,73 Millionen Fahrzeugen im Vergleich zum Vorjahr 0,6 Prozent im Plus.

Im ersten Halbjahr hatten die Modellumstellung in den Kompaktklassen A und B sowie die Probleme beim Produktionsanlauf neuer SUV-Modelle in den USA belastet. Mittlerweile sorgen die Kompaktwagen aber deutlich für Auftrieb.

Hochstufung von der HSBC

Hinzu kommt: Henning Cosman von HSBC hat die Anlageempfehlung für die Aktie von Daimler auf Halten von zuvor Reduzieren angehoben. Erst wenige Tage zuvor machte sich JPMorgan für die Aktie stark. Analyst Jose Asumendi hob das Kursziel für Daimler vor den Zahlen für das dritte Quartal um vier Euro auf 69 Euro an.

Weitaus wichtiger als die Q3-Zahlen wird der Kapitalmarkttag von Daimler im November sein. Dann erwarten die Analysten Neuigkeiten zur strategischen Umgestaltung bei Daimler. Dazu könnten Portfolio-Anpassungen, Ziele im Bereich elektrische Antriebe, Investitionsprioritäten und Aussagen zur Dividendenpolitik zählen.

Daimler (WKN: 710000)

Fakt ist: das Umfeld für die ganze Branche bleibt schwierig. Die Verkaufszahlen rund um den Globus sind Rückläufig. Hinzu kommen hohe Investitionen in neue Antriebsformen und Mobilitätsdienste. Daimler, BMW und auch Volkswagen müssen sich neu erfinden. Fundamental könnten die Zahlen für das dritte Quartal am 24.Oktober sowie der anstehende Kapitalmarkttag im November positive News liefern.Charttechnisch kann erst Entwarnung gegeben werden, sobald die wichtige 200-Tage-Linie bei 46,41 Euro geknackt wird.

(Mit Material von dpa-AFX).

Hinweis auf mögliche Interessenskonflikte:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Daimler.