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18.02.2021 Marion Schlegel

CTS Eventim: Jetzt auch in NRW – Allzeithoch bereits in Sichtweite

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CTS Eventim

Bei der Corona-Impfterminvergabe in Nordrhein-Westfalen (NRW) steigt auch der Ticketverkäufer CTS Eventim mit ins Boot. Die Stadt Dortmund habe das Unternehmen beauftragt, sagte eine Stadtsprecherin am Donnerstag auf dpa-Anfrage. Zuvor hatten die "Ruhr Nachrichten" berichtet. In Schleswig-Holstein ist Eventim im Auftrag das Gesundheitsministeriums bereits mit dem Impftermin-Management befasst.

CTS Eventim (WKN: 547030)

Die Landesregierung NRW habe die Terminvergabe jenseits der Gruppen in der höchsten Priorisierungsstufe eins und der Menschen über 80 Jahren den Kommunen übertragen, hieß es aus Dortmund. "Darauf bezieht sich die Beauftragung." So sei die gerade erfolgte Impfung des Rettungsdienstes terminlich von der Kommune organisiert worden.

In welchem Maße man Eventim demnächst einsetzen werde beim Termin-Management sei noch ungewiss. Dafür brauche es "erst einmal Klarheit von Seiten der Landesregierung, wie sie den weiteren Weg sieht und wem sie im Weiteren welche Aufgabe übertragen wird", sagte die Sprecherin. "Wir warten hierzu eine verbindliche Aussage ab." Sollte das Land der Kommune hier weitere Aufgaben zuweisen, werde Dortmund diese "soweit sinnvoll und möglich, an Eventim übertragen."

Das NRW-Gesundheitsministerium teilte mit, es werde derzeit noch in der "Gruppe eins" geimpft, also in Pflegeheimen und besonders von Covid-19 betroffenen Krankenhausbereichen. Bei der Impfung der Gruppe 80plus obliege die Terminvergabe den beiden Kassenärztlichen Vereinigungen Nordrhein und Westfalen-Lippe. Die Impftermine für Personen bis 65 Jahre aus Berufsgruppen wie Pflegern oder Medizinern liege dagegen bei den Kommunen. Ob die Kreise und Städte bei den Terminen auf externe Partner setzen, wisse man nicht.

Die Impfstoff-Hoffnung hatte der Aktie von CTS Eventim zuletzt bereits deutliche Unterstützung verliehen. Das neue Geschäftsfeld ist darüber hinaus durchaus interessant. Mittlerweile ist das Papier gar nicht mehr so weit vom bisherigen Allzeithoch entfernt. Dieses wurde Anfang 2020 bei 61,55 Euro markiert. Für einen Sprung darüber wird es aber klare positive Nachrichten, auch was die Eventbranche angeht, bedürfen. Investierte Anleger bleiben mit einem Stopp bei 40 Euro an Bord.

(Mit Material von dpa-AFX)