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14.01.2016 Jonas Groß

Crash bei BMW, Daimler und VW - und jetzt?

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BMW

Für die Automobilaktien von BMW, Daimler und Volkswagen geht es am Donnerstag im schwachen Gesamtmarkt deutlich nach unten. Eine Reihe Negativ-Schlagzeilen setzte den Aktien der deutschen Autobauer schwer zu. Schlechte Nachrichten zum VW-Abgasskandal belasten: Ein Spitzentreffen mit der US-Umweltbehörde EPA brachte keine neuen Lösungen. Erschwerend hinzu kamen Berichte über Durchsuchungen beim französischen Wettbewerber Renault wegen eines Betrugsverdachts.

Neue Analystenstimmen

Zu BMW gab es derweil eine neue Analystenstimme. Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat die Einstufung für BMW auf „Overweight" belassen. Die Unsicherheit um die Konjunktur habe die Rallye bei Autoaktien wieder zunichte gemacht, schrieb Analyst Harald Hendrikse. Bei Qualitätswerten wie BMW, Continental und Hella rate er aber weiter zum Kauf. Sie sollten sich auch bei fallenden Märkten gut entwickeln.

Auch die Baader Bank hat in einer neuen Studie die Papiere von BMW unter die Lupe genommen. Analyst Klaus Breitenbach beließ den fairen Wert nach den Absatzzahlen vom chinesischen Markt bei 102 Euro. Das Votum lautet weiterhin „Halten“. Im Vergleich zum Vorjahr seien im Dezember rund 19 Prozent mehr Pkws registriert worden, was vor allem einer niedrigeren Umsatzsteuer geschuldet sei. Der Umsatz der Marke BMW sei im Dezember um sieben Prozent gesunken, habe aber auf Jahressicht um zwei Prozent zugelegt.

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Auch bei der Volkswagen-Aktie bestätigte der Experte sein Kursziel. Dieses liegt bei 100 Euro. Der Analyst rät hierbei weiterhin zum „Halten“. Im Vergleich zum Vorjahr seien im Dezember rund 19 Prozent mehr neue Pkws registriert worden, was ebenfalls einer niedrigeren Steuer geschuldet sei Der Umsatz der Marke VW sei im Dezember unverändert gewesen, aber im Jahresvergleich um fünf Prozent gesunken.

DriveNow mit starkem Jahr

Zudem wurde bekannt, dass der Carsharing-Anbieter DriveNow, der von BMW gemeinsam mit dem Autovermieter Sixt betrieben wird, im vergangenen Jahr stark gewachsen ist. Nach Eröffnung der Standorte Kopenhagen und Stockholm sei die Zahl der Kunden um ein Drittel auf 580.000 gewachsen, teilte das Unternehmen mit. In Deutschland arbeite DriveNow profitabel, sagte Geschäftsführer Sebastian Hofelich. Im laufenden Jahr wolle DriveNow in weiteren europäischen Metropolen an den Start gehen.

Hot Stock schlägt Blue Chip

DER AKTIONÄR bleibt dabei: Daimler bleibt der Favorit in der Automobilbranche. Doch auch BMW ist gut aufgestellt. Vor allem im Bereich Elektromobilität können die Münchener punkten.

Durch den schwachen Gesamtmarkt notieren viele Aktien deutlich im Minus. Nur eine Aktie steigt in diesen Tagen: Der Partner der Autoplayer beim Thema Roboterautos. Lesen Sie hier, welche Hot Stocks in diesen Tagen trotz Crash 100 Prozent im Plus liegen.

(Mit Material von dpa-AFX)

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