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Foto: Marcus Prell, Marcus Prel, Continental
15.07.2020 Marion Schlegel

Continental: Hier gehen die Lichter aus

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Continental

Der Autozulieferer und Reifenhersteller Continental macht im Rahmen seines Großumbaus zwei weitere Werke dicht. Die Standorte in Rubi (Spanien) und Nogales (Mexiko) sollen nach einem Beschluss des Aufsichtsrates vom Dienstag geschlossen werden, wie der DAX-Konzern in Hannover mitteilte. Die Aktie präsentierte sich im späten Handel am Dienstag stark und schloss auf der Handelsplattform Tradegate gut zwei Prozent im Plus.

Continental (WKN: 543900)

In Spanien sei die Suche nach Investoren bisher ergebnislos geblieben, die dortige Produktion von Anzeige- und Bedientechnik soll schrittweise bis 2021 auslaufen oder an andere Standorte in Europa verlagert werden. Für die 740 Beschäftigten sei mit den Arbeitnehmern eine Vereinbarung getroffen worden.

Im mexikanischen Nogales wird die Fertigung von Vernetzungstechnik und Antriebskomponenten bis voraussichtlich 2024 auslaufen und teilweise auf andere Standorte in der Region verteilt. Bisher sind dort 2.000 Mitarbeiter beschäftigt. Erhöhter Kostendruck mache es notwendig, Produktion in der Region zusammenzulegen, hieß es.

Conti hatte im Herbst 2019 vor dem Hintergrund der Flaute auf den Automärkten einen Großumbau angekündigt, der weltweit bis zu 20.000 Arbeitsplätze bis Ende des Jahrzehnts betreffen könnte. So will das Unternehmen die jährlichen Bruttokosten bis 2023 um rund 500 Millionen Euro senken.

Unter anderem läuft in Deutschland und Westeuropa über mehrere Jahre die Produktion von Hochdruckpumpen und Injektoren für Verbrenner aus. Zusätzlich will Vorstandschef Elmar Degenhart nun wegen der Coronavirus-Pandemie noch mehrere Hundert Millionen Euro auf das Sparziel draufsatteln, um in der Krise manövrierfähig zu bleiben. Darüber spricht das Unternehmen derzeit mit der Belegschaft.

Auch DER AKTIONÄR steht Continental weiter kritisch gegenüber. Das Unternehmen versucht zwar, mit einem umfangreichen Sparprogramm der Krise zu trotzen, aber ob und wie sehr diese Kostensenkungs-Bemühungen Früchte tragen, bleibt abzuwarten. Derzeit gibt es klar bessere Werte, Anleger bleiben an der Seitenlinie.

(Mit Material von dpa-AFX)

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