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Commerzbank: Unicredit will zeitnahe Entscheidung

Commerzbank: Unicredit will zeitnahe Entscheidung
Foto: Tobias Arhelger/stock.adobe.com
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Thorsten Küfner 22.01.2025, 21:20 Thorsten Küfner

Entscheidung noch 2025 anvisiert: Unicredit-Chef Andrea Orcel wünscht sich für die anvisierte Übernahme der Commerzbank Klarheit bis Ende des Jahres. "Ohne die Unterstützung einer so wichtigen Institution wie der Bundesregierung wird es schwer", sagte der Manager der italienischen Großbank der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Er äußerte die Erwartung, "dass wir unsere Sicht der Dinge darstellen können".

"Insgesamt sollten wir spätestens Ende des Jahres wissen, woran wir sind", sagte er. Die bisherige Bundesregierung unter Kanzler Olaf Scholz (SPD) lehnt die Pläne der italienischen Großbank ab. Sie sprach sich für die Unabhängigkeit der Commerzbank aus. Nach dem Platzen der Ampel-Koalition sollen die Bundesbürger am 23. Februar einen neuen Bundestag wählen. Je nach Ausgang der Wahl und den möglichen Koalitionen kann sich die Regierungsbildung einige Zeit hinziehen.

Die Unicredit hatte Anfang September den Teilausstieg des Bundes genutzt und war überraschend im großen Stil bei der Commerzbank eingestiegen. Kurz vor Weihnachten hatte die Mailänder Bank verkündet, dass sie rund 28 Prozent der Anteile kontrolliere. Rund 9,5 Prozent der Aktien halten die Italiener direkt, Zugriff auf 18,5 Prozent sicherten sie sich durch Finanzinstrumente. Die Führung der Commerzbank, der Betriebsrat und die Gewerkschaften wehren sich gegen ein mögliches Kaufangebot.

Die Commerzbank betonte am Mittwoch: "Es gab vor dem Einstieg der UniCredit kein Gespräch zwischen dem UniCredit Management mit dem Commerzbank-Management über eine mögliche Kombination in den letzten zwei Jahren. Das Vorgehen, unabgestimmt eine wesentliche Position auf- und auszubauen, ist als feindlich anzusehen." Dennoch habe man stets Gesprächsbereitschaft signalisiert und würde einen Vorschlag der UniCredit prüfen. "Doch nach wie vor liegt uns kein Vorschlag vor."

Commerzbank (WKN: CBK100)

DER AKTIONÄR hält weiterhin an seiner Einschätzung fest: Spekulativ orientierte Anleger können noch aufspringen. Wer bereits investiert ist, sollte die Gewinne laufen lassen.

Hinweis auf Interessenkonflikte:

Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanz­instrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Commerzbank.

Enthält Material von dpa-AFX

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