10.12.2013 Andreas Deutsch

Commerzbank: Nur gute Meldungen - Aktie hebt ab

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DAX
Trendthema

Die Commerzbank-Aktie hat zur Stärke der vergangenen Monate zurückgefunden. Am Dienstag klettert der Titel über drei Prozent und notiert wieder über elf Euro.

Grund für die Rallye sind vor allem positiv aufgenommene Aussagen der Ratingagentur Standard & Poor’s und eine Kurszielerhöhung. S&P befürchtet im Zusammenhang mit dem anstehenden Bilanzcheck der größten Banken der Eurozone durch die Europäischen Zentralbank (EZB) keine größeren Auswirkungen auf die Kreditwürdigkeit der Finanzkonzerne.

DAX-Spitze

Der Commerzbank-Titel kletterte daraufhin auf den höchsten Stand seit Anfang Mai dieses Jahres. Gegen Mittag stiegen sie an der DAX-Spitze um 3,4 Prozent auf 11,07 Euro. Die Aktien der Deutschen Bank gewannen 0,4 Prozent. Damit hielten sie sich etwas besser als der deutsche Leitindex, für den es zeitgleich um 0,2 Prozent nach oben ging.

Analyst sieht Silberstreifen am Horizont


Bei der Commerzbank verwiesen Händler zudem auf eine Kurszielerhöhung durch JPMorgan. Analyst Jaime Becerril hatte das Ziel am Morgen von 8,87 auf 10,26 Euro angehoben. Er stuft die Papiere zwar weiterhin neutral ein, sieht aber im Fall einer schnelleren Trennung von Randaktivitäten einen möglichen Treiber für eine steigende Bewertung der Aktie.

Vor allem mit Blick auf das notleidende Geschäft mit Schiffsfinanzierungen sieht Becerill für die Commerzbank einen Silberstreifen am Horizont. Steigende Frachtraten, ein rückläufiges Überangebot sowie eine Erholung der Schiffswerte könnten erste Anzeichen für eine Erholung der Branche sein.

Die Commerzbank will ihr Schiffsgeschäft abbauen, weil Schiffskredite in der jüngeren Vergangenheit einer der großen Sorgenpunkte gewesen sind. Bei einer Erholung der Schifffahrt könnte die Commerzbank indes bei der Trennung von diesem Bereich auf bessere Preise hoffen.

Aktie im Rallyemodus

Commerzbank-Aktionäre sollten die Gewinne laufen lassen und ihre Position mit einem engen Stoppkurs absichern.

Mit Material von dpa-AFX