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08.05.2014 Andreas Deutsch

Commerzbank: Ist die Aktie wirklich nur 7,30 Euro wert?

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Einen Tag nach Vorlage der Quartalszahlen lädt die Commerzbank ihre Aktionäre zur Hauptversammlung. Die Anleger dürften mit der Arbeit von Konzernchef Martin Blessing zufrieden sein. Die Aktie hat sich gut entwickelt. An dem Titel scheiden sich nach wie vor die Geister.

Für Konzernchef Martin Blessing dürfte das Treffen am Donnerstag (10 Uhr) in Frankfurt die entspannteste Hauptversammlung seit seinem Amtsantritt im Mai 2008 werden. Der teure Konzernumbau trägt erste Früchte. Mit 200 Millionen Euro Gewinn im ersten Quartal setzte der Dax -Konzern seinen Aufwärtstrend fort. Zudem hat sich der Wert der Aktie seit ihrem Tiefstand im Juli 2013 mehr als verdoppelt. Allerdings stimmte der Vorstand bereits auf weiterhin schwierige Zeiten ein: Auf eine Dividende sollten die Aktionäre auch für das Jahr 2014 nicht hoffen.

Fair bewertet?

Nach den Quartalszahlen hat sich am Donnerstag die Berenberg Bank zu Wort gemeldet. Analyst Nick Anderson hat das Kursziel für die Commerzbank von 7,10 Euro auf 7,30 Euro angehoben und das Rating auf „Verkaufen“ belassen.

Damit liegt Anderson weit unter dem durchschnittlichen Kursziel der Analysten von 13,09 Euro. Die meisten Experten halten die Commerzbank-Aktie für nahezu fair bewertet, zum Beispiel Philipp Häßler von der Investmentbank Equinet. Er hat die Einstufung für die Aktie nach den Zahlen auf "Halten" mit einem Kursziel von 13 Euro belassen. Das Vorsteuerergebnis der Bank habe den Erwartungen entsprochen, wobei sich das Kerngeschäft besser als gedacht entwickelt habe.

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Dabei bleiben

Die Commerzbank-Aktie notiert am Donnerstagmorgen leicht im Plus. DER AKTIONÄR rechnet nicht damit, dass Konzernchef Martin Blessing auf der Hauptversammlung stark Kurs bewegende Aussagen machen wird. Bereits am Mittwoch sprach Blessing von einem weiteren herausfordernden Jahr. Trotzdem will die Bank „eine Verbesserung des operativen Ergebnisses gegenüber dem Vorjahr“ erzielen. Wichtig ist, dass die Commerzbank weiterhin so gut beim Abbau der Problemkredite vorankommt. DER AKTIONÄR sieht das Kursziel mit Sicht auf zwölf Monate bei 16,50 Euro. Investierte Anleger bleiben dabei, der Stoppkurs sollte bei 11,50 Euro platziert werden.

(Mit Material von dpa-AFX)

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