Das ist Ihre Erfolgsstrategie für schwache Börsen
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28.03.2022 Fabian Strebin

Commerzbank im Aufwind: Darauf kommt es nun an

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Commerzbank

Für Bankaktien ergeben sich durch den Krieg in der Ukraine und die hohe Inflation zwei gegenläufige Entwicklungen. Denn obwohl kein Frieden in Sicht ist, haben auch die Commerzbank-Papiere wieder deutlich aufgeholt. Die steigende Inflation könnte die Branche am Ende zudem noch begünstigen.

In den Tagen nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine am 20. Februar kam es zu einem Crash an den Märkten. Am härtesten getroffen wurden dabei Banktitel. Die Commerzbank hatte seit Jahresbeginn eine Rally am Laufen und stand nahe der Marke von zehn Euro. Am 7. März wurde dann ein Tief bei 5,16 Euro erreicht. Seitdem ging es aber wieder in die andere Richtung.

Chartmarken im Fokus

Nach dem Absturz seit Kriegsbeginn von rund 40 Prozent hat sich die Aktie vom besagten Tief wieder um die Hälfte erholt. Derzeit pendelt die Notierung um die 100-Tage-Linie bei 7,20 Euro. Gelingt hier ein nachhaltiger Ausbruch, weil es beispielsweise ernsthafte Friedensverhandlungen in der Ukraine gibt, dann könnte schnell die 50-Tage-Linie um 7,60 Euro erreicht sein.

Zinswende auf die lange Bank geschoben

Vor Kriegsausbrauch gehörten Banken zum besten Sektor an der Börse, bereits 2021 wurde eine Überrendite erzielt. Denn es wurde erwartet, dass die EZB spätestens in der zweiten Jahreshälfte die Zinsen anhebt und zumindest vorher restriktiver agiert. Durch den wirtschaftlichen Schock, der sich nun schrittweise vollzieht, ist das unwahrscheinlicher geworden.

Abschreiben sollten Anleger eine vorsichtige Zinswende aber nicht. Denn ähnlich wie in den USA kommt die EZB in der Eurozone durch die galoppierende Inflation immer mehr unter Druck zu handeln. Die Auswirkungen des Kriegs werden die Teuerung noch weiter antreiben, ewig kann die Notenbank das nicht ignorieren.

Kommen jetzt die Ausfälle?

Die Commerzbank könnte natürlich von steigenden Kreditausfällen betroffen sein, wenn die Wirtschaft einbricht. Denkbar ist aber, dass der Staat ähnlich wie in der Pandemie über Banken ein Schutznetz aufspannt. In jedem Fall ist man besser auf Ausfälle vorbereitet als Konkurrenten und würde selbst von kleinen Zinsänderungen profitieren.

Commerzbank (WKN: CBK100)

Die Woche scheint positiv für die Aktie zu beginnen. Charttechnische Marken könnten dann – wie oben angesprochen fallen. Trader können einen Fuß in die Tür stellen. DER AKTIONÄR setzt außerdem im Musterdepot und im Hebeldepot auf den Wert.

Hinweis auf Interessenkonflikte:


Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: Commerzbank.


Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im AKTIONÄR Depot und im Hebel-Depot von DER AKTIONÄR

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