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15.03.2015 Andreas Deutsch

Commerzbank: Die Aktie läuft, die Analysten mosern

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Die Commerzbank-Aktie hat am Freitag einen kräftigen Satz nach oben gemacht. Der Grund: Deutschlands zweitgrößte Bank hat diverse Rechtsstreitigkeiten mit den US-Behörden abgeschlossen. Die Urteile der Analysten fallen sehr unterschiedlich aus.

Zu den Pessimisten zählt Kepler Cheuvreux. Analyst Dirk Becker hat nach der Meldung seine Einstufung auf „Reduzieren“ mit einem Kursziel von 9,50 Euro belassen. Die Eigenkapitalquote sinke mit 9,3 Prozent zum Jahresende 2014 auf einen der letzten Plätze in Europa, so Becker in seiner Studie. Entsprechend bleibe die Bank auf der Liste der am schwächsten eingeschätzten Werte der Branche.

Auch die Schweizer Großbank UBS ist skeptisch für die Commerzbank. Die Kernkapitalquote sinke nun auf 9,3 Prozent und sei damit eine der niedrigsten unter den von ihm beobachteten Banken, schrieb Analyst Matteo Ramenghi in einer Studie vom Freitag. Der Ausblick lasse zudem nicht vermuten, dass ein Kapitalaufbau leicht werde. Ramenghi empfiehlt den Anlegern, sich von ihren Anteilen zu trennen. Das Kursziel sieht der Experte bei 8,80 Euro.

Anders die Meinung von Exane BNP Paribas. Analyst Guillaume Tiberghien hat das Kursziel für die Commerzbank-Aktie von 12,70 auf 12,90 Euro angehoben, die Einstufung beließ er auf „Neutral“. Rückwirkend werde die Bank nun eine Belastung in Höhe von 338 Millionen Euro im vierten Quartal 2014 verbuchen, während er mit 522 Millionen im ersten Viertaljahr 2015 gerechnet habe, schrieb Analyst Guillaume Tiberghien in einer Studie vom Freitag. Daher steige nun seine Schätzung für den diesjährigen Gewinn je Aktie.

Ziel und Stopp angehoben

Im Streit mit der US-Justiz hat sich die Commerzbank auf die Zahlung von insgesamt 1,45 Milliarden Dollar geeinigt. Damit sind alle anhängigen Rechtsstreitigkeiten für das Institut erledigt. Auch wenn die Einigung noch einmal zu einer dicken Schramme in der Gewinnrechnung für das Jahr 2014 geführt hat, ist es sehr gut, dass das Thema vom Tisch ist. Charttechnisch sieht es gut aus. DER AKTIONÄR sieht das Kursziel bei 14 Euro, der Stopp sollte auf 10,80 Euro angehoben werden.

(Mit Material von dpa-AFX)

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