16.04.2014 Stefan Limmer

Commerzbank & Deutsche Bank – BOA-Zahlen verpuffen

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Die Bank of America hat die Zahlen zum ersten Quartal des Jahres vorgelegt. Das zweitgrößte Kreditinstitut des Landes schrieb in den ersten drei Monaten einen Verlust von unterm Strich 276 Millionen Dollar. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres hatte das Geldhaus aus dem Bundesstaat North Carolina noch 1,5 Milliarden US-Dollar verdient. 

"Die Kosten für die Erledigung weiterer Hypothekenthemen hat unser Ergebnis belastet", erklärte Bankchef Brian Moynihan am Mittwoch am Sitz in Charlotte. Die Bank hatte sich nach langem Ringen im März dazu bereiterklärt, die beiden staatlichen Immobilienfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac für fehlgeschlagene Deals aus den Jahren 2005 bis 2007 zu entschädigen. Vorbörslich gerät der US-Titel unter Druck und verliert rund zwei Prozent. 

Die Papiere der deutschen Banken reagierten im Handelsverlauf nicht auf die Zahlen der US-Bank. Die Commerzbank führt im Handelsverlauf weiterhin die Gewinnerliste im DAX an. Auch die Deutsche-Bank-Aktie kann ihr leichtes Plus vom Handelsbeginn verteidigen.

(mit Material von dpa-AFX)

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