Im tschechischen Pardubice läuft ein weißer Faserstoff vom Band. Später steckt er in Treibladungen und Munition. Für Colt CZ ist das Geschäft mit Nitrocellulose seit der Übernahme einer Mehrheitsbeteiligung an Synthesia Nitrocellulose Anfang des Jahres inzwischen das profitabelste Segment in der Bilanz. Zusammen mit starken Waffenverkäufen treibt das neue Geschäft die Ergebnisse des Rüstungskonzerns an – das Management schraubt die Jahresprognose nach oben. Liefert das auch der Aktie neue Munition?
Die am Donnerstagmorgen veröffentlichten Zahlen fallen auf den ersten Blick spektakulär aus: Im ersten Halbjahr steigerte Colt CZ den Umsatz um 44 Prozent auf 15,9 Milliarden Tschechische Kronen. Das bereinigte EBITDA hat sich mit 4,61 Milliarden Tschechischen Kronen sogar beinahe verdoppelt. Unterm Strich steht ein Gewinn von 1,59 Milliarden Tschechischen Kronen – 73 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.
Mehr als nur neues Pulver
Ganz aus eigener Kraft kommt dieser Sprung allerdings nicht. Ein erheblicher Teil des Wachstums ist gekauft. Seit Jahresbeginn fließt die Beteiligung an Synthesia Nitrocellulose erstmals vollständig in die Konzernrechnung ein. Das Energetics-Segment steuerte im ersten Halbjahr 2,95 Milliarden Kronen zum Umsatz sowie 1,6 Milliarden Kronen zum bereinigten EBITDA bei.
Heute, 13:03
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