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12.02.2021 Carsten Kaletta

Carnival: Die Skepsis wächst

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Carnival

Carnival macht das aktuelle Corona-Geschehen und die daraus resultierenden weltweiten Reisebeschränkungen schwer zu schaffen. Die Hoffnungen des US-Kreuzfahrt-Anbieters ruhen auf einem raschen Impf-Prozess. Doch ein aktuelles Analysten-Votum bringt überwiegend Skepsis zum Ausdruck. Deshalb steht die Aktie, die die letzten Tage verloren hat, auch heute bereits vorbörslich unter Druck. 

Die Analysten von Berenberg haben den gesamten Kreuzfahrt-Sektor am Freitag von "Halten" auf "Verkaufen" herabgestuft. Sie begründen dies mit erheblichem Gegenwind für die Branche, der im aktuellen Aktienkurs von Carnival noch nicht berücksichtigt sei. Weiter sagten die Experten der deutschen Privatbank, das man voll und ganz davon ausgeht, dass der Nachholbedarf der Menschen für einen "signifikanter Rückenwind" für die Kreuzfahrt-Giganten im Jahr 2021 sorgen werde.

Das Problem aus Sicht der Berenberg-Experten: Carnival sei nach einem Blick auf den gesamten Unternehmenswert seit Ende 2019 nur um bescheidene 1,5 Prozent gefallen. „Wir glauben nicht, dass das aktuelle Kursniveau die erhöhten Risiken widerspiegelt, mit denen die Betreiber konfrontiert sind, nicht zuletzt der weitere Werttransfer von den Aktionären zu den Schuldnern durch den andauernden Stillstand", so die Analysten.

Carnival (WKN: 120071)

Klar, die Lage ist schwer und dürfte auch die kommenden Monate schwierig bleiben. Dennoch: Bis spätestens 2022 sollten die Massen-Impfungen zu dem viel zitierten Herden-Effekt führen und damit ein großes Comeback der Kreuzfahrt-Branche ermöglichen. Carnival hat dann als Marktführer beste Chancen, von diesem Szenario überproportional zu profitieren. Die Buchungszahlen der Branche jedenfalls signalisieren, dass die (Urlaubs-)Sehnsucht der Menschen riesengroß ist. Anleger, die der spekulativen Empfehlung des AKTIONÄR (Ausgabe 47/20) gefolgt sind, liegen im Plus und setzen unbedingt einen Stopp-Kurs bei 11,50 Euro.