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09.10.2020 Carsten Kaletta

Carnival: Richtige Route mit langfristig mehr Qualität als Quantität

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Carnival

Trotz Corona und extrem eingeschränktem Kreuzfahrt-Betrieb ist im Hintergrund durchaus Bewegung: So sagt Costa-CEO Michael Thamm im fvw-Interview, dass AIDA, die als Carnival-Tochter zur Costa-Goup gehört, mittelfristig nicht mit mehr als 15 Schiffen unterwegs sein wird. Der Costa-Boss kann sich vorstellen, dass ein Schiff die Flotte verlässt. Und: Langfristiges Ziel ist es, ein emissionsfreies Schiff zu entwickeln. 

Die Kreuzfahrt passt aufgrund der Corona-Krise ihre Kapazitäten an. So trennt sich allein der Mutter-Konzern Carnival von 18 Schiffen, darunter zwei von Costa. Die Carnival-Tochter Aida betreibt aktuell 14 Schiffe, wird aber mittelfristig nicht mehr stark zulegen. „Ich gehe davon aus, dass die Aida-Flotte eine Größe von 13 bis 15 Schiffen haben wird", sagt Michael Thamm gegenüber der Touristik-Zeitschrift fvw. Mindestens ein Schiff dürfte dabei zur Disposition stehen. „Unsere Schiffe bleiben 25 bis 30 Jahre in der Flotte", so Thamm. „Da Aida 1996 gestartet ist, nähert sich das erste Schiff dieser Grenze." Dabei handelt es sich um das ehemalige "Aida-Clubschiff", die Aida Cara.


Genauere Angaben zur Zukunft der Cara macht Thamm allerdings gegenüber der fvw nicht. Eines steht indes fest: Durch einen Wegfall des Premierenschiffs wird die Kapazität von Aida sogar unterm Strich steigen. So stehen der Passagierzahl von 1330 auf der Cara die jeweils mehr als 5000 potenziellen Gäste auf der Cosma und der noch namenlosen Schwester entgegen, die 2021 und 2023 auf den Markt kommen sollen. „Unser Ziel ist es, auch unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit qualitativ zu wachsen", so Michael Thamm.

Carnival (WKN: 120071)

Carnival leitet auf lange Sicht die richtigen strategischen Schritte ein. Dennoch:  Vor dem aktuell dramatischen Corona-Hintergrund sind prall gefüllte Kreuzfahrtschiffe und damit pralle Einnahmen in ganz weiter Ferne. Als solides Investment kommt der Titel deshalb derzeit nicht in Frage. Allenfalls Trader, die auf einen kurzfristig und flächendeckend zur Verfügung stehenden Impfstoff wetten wollen, können mit entsprechendem Riskobewusstsein an Bord gehen.