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18.06.2021 Carsten Kaletta

Carnival: California Dreams versus Datenleck

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Carnival

Carnival macht den nächsten Schritt. So will der US-Kreuzfahrt-Anbieter im Herbst von Los Angeles, San Francisco und Fort Lauderdale (Florida) aus wieder in See stechen. Im Mai hatte das Unternehmen angekündigt, dass man mit US-Kreuzfahrten im Juli starten werde. Doch es gibt auch ein aktuelles Problem.

Konkret werden zwischen dem 25. September und dem 28. November acht weitere Schiffe dann den Betrieb mit Touren in die Karibik, nach Panama, Hawaii und an die kalifornische Küste wieder aufnehmen, so Carnival. Diese neuen Termine wurden möglich, nachdem die US-Gesundheitsbehörde CDC im Mai die Richtlinien für Kreuzfahrtschiffe gelockert hat. Die Agentur sagte, sie werde die Unternehmen Testreisen überspringen lassen, wenn diese bestätigen, dass 98 Prozent der Besatzung und 95 Prozent der Passagiere vollständig geimpft sind.

Weniger positiv ist ein aktuelles IT-Thema: So hat Carnival vor drei Monaten einen unbefugten Zugriff auf seine Computersysteme festgestellt, insbesondere auf Daten von Gästen und Besatzung, wie Bloomberg berichtete.

Der Kreuzfahrtveranstalter hatte auf Nachfrage gesagt, dass man das Eindringen am 19. März bemerkt habe, wobei unbefugte Dritte Zugriff auf persönliche Daten von Kunden, Mitarbeitern und Besatzung für die Linien Carnival, Holland America und Princess sowie den medizinischen Betrieb des Unternehmens hatten. Bloomberg berichtete, dass Carnival die Aufsichtsbehörden informiert und eine Cybersicherheitsfirma mit der Untersuchung beauftragt hat. "Es gibt Anzeichen, die auf eine geringe Wahrscheinlichkeit hinweisen, dass die Daten missbraucht wurden", erklärte der Konzern.

Die Carnival-Aktie wird davon belastet und verliert im frühen US-Handel rund drei Prozent auf 23,93 Dollar.

CARNIVAL ADR/1 (WKN: 264713)

Sofern es sich das Datenleck nicht zu einem größeren Problem ausweitet, sieht es für Carnival durchaus positiv aus. Spätestens 2022 sollte wieder die komplette Flotte auf den Ozeanen dieser Welt unterwegs sein. Und mit Blick auf die Buchungszahlen ist die Nachfrage und der Nachholbedarf riesengroß, was (zukünftig) hohe Umsätze verspricht. Kurzum: Investierte Anleger bleiben weiterhin an Bord.