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07.10.2020 Carsten Kaletta

Carnival: Noch kein Land in Sicht

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Carnival

Für Carnival wird 2020 höchstwahrscheinlich - im Rückblick - ein gebrauchtes Jahr (gewesen) sein. Die Kreuzfahrtreederei gab am Mittwoch nun bekannt, dass ihre Ultra-Luxusmarke Seabourn alle anstehenden Reisen für drei ihrer Schiffe bis zum Frühjahr 2021 abgesagt hat. Erst vor rund einer Woche hatte das britische-amerikanische Unternehmen ein Streichkonzert veranstaltet. Zudem meldet sich die UBS mit einer Reduzierung des Kursziels zu Wort. Die Carnival-Aktie segelt dennoch vorbörslich mit grünen Vorzeichen.


Konkret sehen die Analysten der Schweizer Bank das Kursziel für das Papier des Kreuzfahrt-Riesen auf umgerechnet 11 Euro. Das „Neutral“-Rating wurde bestätigt. Nach der Vorgabe wäre die Aktie auf dem aktuellen Niveau fair bewertet und hätte damit kein Potenzial, um Fahrt aufzunehmen.

Im Gegensatz zu den europäischen Kreuzfahrtanbietern nimmt die Carnival-Tochter und Luxusreederei Seabourn 2020 buchstäblich keine Fahrt mehr auf: So hat man die Reisen für drei Schiffe bis ins kommende Jahr hinein gecancelt: Die Seabourn Odyssey soll bis 15. Januar 2021 pausieren, die Seabourn Ovation bis 18. April und die Seabourn Encore sogar bis zum 28. Mai 2021. Damit reagiert die Carnival-Tochter nach eigenen Angaben auf das Sicherheitsbedürfnis der Gäste unter Covid-19-Bedingungen.


Carnival (WKN: 120071)

Carnival ist nach wie vor angesichts Corona in schwierigem Fahrwasser. Als solides Investment kommt der Titel derzeit nicht in Frage. Allenfalls Trader, die auf einen kurzfristig und flächendeckend zu Verfügung stehenden Impfstoff wetten wollen, sind hier richtig aufgehoben.