10.02.2020 Marion Schlegel

Carl Zeiss Meditec: Starkes Quartal, aber reicht das?

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Carl Zeiss Meditec
Trendthema

Der Medizintechnikkonzern Carl Zeiss Meditec zeigt sich mit Blick auf das laufende Geschäftsjahr 2019/2020 etwas zurückhaltender. Im Gesamtjahr will das MDAX-Unternehmen beim Umsatz nun mindestens auf dem Niveau seiner Märkte wachsen, wie die Thüringer am Montag in Jena bei der Vorlage der Zahlen für das erste Quartal (Ende Dezember) mitteilten. Bislang war der Konzern davon ausgegangen, schneller als der Markt zu wachsen. Die operative Rendite soll weiterhin zwischen 17 und 19 Prozent liegen, hieß es.

Derweil haben gute Geschäfte in der Augenheilkunde und Mikrochirurgie Carl Zeiss Meditec im ersten Jahresviertel 2019/20 weiteren Schub verliehen. Sowohl der Umsatz als auch das operative Ergebnis (Ebit) stiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich an. In den drei Monaten bis Ende Dezember kletterten die Erlöse um 14,2 Prozent auf 369,7 Millionen Euro, das operative Ergebnis (Ebit) legte auf 56,8 Millionen Euro zu nach 48,1 Millionen Euro im Vorjahr. Die entsprechende Marge von 15,4 Prozent lag um 0,5 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert.

Carl Zeiss Meditec (WKN: 531370)

In beiden Sparten konnte das auf die Diagnose und Behandlung von Augenkrankheiten spezialisierte Unternehmen zweistellig zulegen. "Wir sind erfolgreich in das neue Geschäftsjahr gestartet", befand Unterenehmenschef Ludwin Monz.

Die zuletzt gut gelaufenen Aktien von Carl Zeiss Meditec könnten am Montag angesichts einer etwas vorsichtigeren Wachstumsprognose des Unternehmens einen Blick wert sein. Während das erste Geschäftsquartal des Medizintechnikkonzerns etwas besser gelaufen sei als gedacht, könnte der Umsatzausblick für das Geschäftsjahr 2019/20 die Stimmung der Anleger ein wenig trüben, erklärte ein Händler.

So startete die Aktie von Carl Zeiss Meditec am frühen Morgen auch mit einem deutlichen Minus in den Handel. Später konnte das Papier aber ins Plus drehen. Die Aktien des MDAX-Unternehmens sind zuletzt gut gelaufen. Trotz des Rücksetzers im Sog der Coronavirus-Krise legten die Aktien seit Anfang 2019 um etwa 65 Prozent zu. Erst Mitte Januar hatte der Kurs einen Rekord von 122,10 Euro erreicht. Anleger bleiben weiter an Bord.

(Mit Material von dpa-AFX)