Die BYD-Aktie ist mit einem Minus von zweieinhalb Prozent aus dem heimischen Handel gegangen und nähert sich damit wieder ihrem Jahrestief an. Auslöser dafür waren dabei nicht neue unternehmensspezifische Nachrichten, sondern die zunehmende Zurückhaltung der Anleger gegenüber dem gesamten chinesischen EV-Sektor.
Im Mittelpunkt standen die Aktien von Geely und Nio. Beide Titel gerieten unter Druck, nachdem Investoren die Details der geplanten Zusammenarbeit im Geschäft mit Batteriewechselstationen erneut bewertet hatten. Geely will eine Beteiligung von 30 Prozent an der Batteriewechsel-Sparte des Konkurrenten Nio übernehmen. Nachdem die Aktien beider Unternehmen am Montag zunächst zugelegt hatten, kamen am Dienstag Zweifel an der Transaktion auf.
„Die Anleger bekommen angesichts der Einzelheiten der Transaktion zunehmend Zweifel“, sagte Leonid Mironov, Portfoliomanager bei Gavekal Capital. Die Kosten der Konsolidierung könnten höher ausfallen als erwartet.
Der chinesische Elektroautobauer ist zwar nicht an der geplanten Transaktion zwischen Geely und Nio beteiligt. Doch die Anleger strafen am Dienstag auch die BYD-Aktie ab – mutmaßlich auch, weil sie vor den am 1. Oktober beginnenden Feiertagen schlicht und einfach kein Risiko eingehen wollen. Dieser Effekt wird verstärkt, da in den ersten Tagen des neuen Monats auch noch die Auslieferungszahlen für September veröffentlicht werden.
Die BYD-Aktie befindet sich am Dienstag in Sippenhaft und droht auf ein neues Jahrestief zu fallen. DER AKTIONÄR hat die Papiere derzeit nicht auf seiner Empfehlungsliste, Anleger halten vorerst Abstand. Welcher Titel aus dem chinesischen EV-Sektor hingegen einen Platz im Portfolio verdient hat und mit welchen Aktien aus dem Reich der Mitte Sie die Chance auf Renditen im dreistelligen Bereich haben, erfahren Sie im Börsenbrief China Stock Report.
Heute, 11:00
Bei Google bevorzugen