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BYD‑Aktie weiter unter Druck

BYD‑Aktie weiter unter Druck
Foto: BYD
BYD Co - %
Jochen Kauper Heute, 15:45 ‧ Jochen Kauper
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BYD stand zuletzt vor allem wegen schwacher China-Nachfrage und sinkender Gewinne unter Druck. Die Kernprobleme sind der intensive Preiskampf in China, der auf die Margen drückt, und die Frage, ob das starke Exportwachstum den schwachen Heimatmarkt schnell genug ausgleichen kann.

Hinzu kommen steigende Kosten und Risiken durch Zölle sowie andere Handelsbarrieren im Ausland. Die Auslandsumsätze wachsen deutlich, aber Investoren zweifeln, wie viel davon dauerhaft als Gewinn bei BYD ankommt.

Die jüngsten Analystenstimmen sind geteilt. JPMorgan stufte BYD Ende September von „Overweight“ auf „Neutral“ herab und senkte das Kursziel für die Hongkong-Aktie von 124 auf 88 HK-Dollar (umgerechnet 9,90 Euro). Als Gründe nannte Analyst Nick Lai die schwache Nachfrage in China und steigende Kosten

BYD Han in blau steht vor neutralem Hintergrund
Quelle: BYD

Auch Morgan Stanley nahm das Kursziel für die BYD-Aktie zurück (114 Hongkong-Dollar/ 12,83 Euro), blieb aber bei „Overweight“. Paul Gong von der UBS hatte Anfang September an seiner Kaufempfehlung festgehalten. Sein Kursziel für die Aktie lautet 135 HK-Dollar (15,20 Euro).

Die optimistischeren Analysten setzen darauf, dass Auslandsgeschäft und bessere Profitabilität die Schwäche im Heimatmarkt China auffangen. Der Markt jedoch sorgt sich kurzfristig stärker um BYDs China-Geschäft und die aus dem starken Wettbewerb resultierenden geringeren Margen, als das Exportwachstum zu honorieren.

BYD
Quelle: BYD

„Charttechnisch ist die BYD-Aktie weiterhin angeschlagen und notiert mit rund 8,49 Euro klar unter den wichtigen gleitenden Durchschnittslinien. Besonders der Abstand zur 38-Tage-Linie bei rund 9,33 Euro, zur 100-Tage-Linie bei etwa 9,91 Euro sowie zur 200-Tage-Linie bei rund 10,33 Euro unterstreicht den übergeordneten Abwärtsdruck“, sagt Charttechnik-Experte Martin Utschneider von RoboMarkets Deutschland. „Der RSI bei rund 32 Punkten nähert sich allerdings der überverkauften Zone, sodass kurzfristig zumindest die Voraussetzungen für eine technische Gegenbewegung zunehmen. Dazu passt die ebenfalls bereits tief stehende Slow Stochastik, die jedoch noch kein belastbares Kaufsignal erkennen lässt. Der MACD sowie das weiterhin negative Momentum sprechen aktuell ebenfalls noch gegen eine nachhaltige Trendwende. Entscheidend wird nun sein, ob sich BYD im Bereich von 8,40 bis 8,50 Euro stabilisieren kann – gelingt dies, wäre eine Erholung zunächst in Richtung 8,80 bis 9,00 Euro denkbar, während ein Bruch der aktuellen Unterstützungszone den Abwärtstrend nochmals beschleunigen könnte“, ergänzt Charttechnik-Experte Utschneider.

BYD (WKN: A0M4W9)

BYD hat zuletzt das geliefert, was viele Experten im Vorfeld erwartet hatten. Neue Modelle, neue Batterien, neue Ladestationen. Der starke Wettbewerb in China sowie der Preiskampf setzt den Margen sowie den Verkaufszahlen allerdings weiter zu. Die Expansion läuft und ist entscheidend dafür, wohin die Reise für die Aktie gehen wird. Die Verkaufszahlen außerhalb Chinas sind zuletzt konstant gestiegen. BYD hat für jede Käuferschicht das passende Produkt im Angebot. Die Wertschöpfungskette ist in der Autoindustrie einzigartig. Die Unsicherheit der Investoren spiegelt sich im aktuellen Chartbild wider. Wer investiert ist, muss Geduld mitbringen. Mehr zu Aktien aus China erfahren Sie im Börsenbrief China Stock Report.

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