AKTIONÄR-Depot: Erste Käufe!
26.03.2020 Andreas Deutsch

Börsenlegende: Aktien! Was auch sonst?

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Corona hat die Märkte fest im Griff. Die Bullen glauben an eine V-förmige Erholung, die Bären sehen weitere Tiefs. Kult-Fondsmanager Jens Ehrhardt sieht nach wie vor keine Alternative zu Aktien. Der 77-Jährige fordert die Politik auf, aus der aktuellen Krise die richtigen Schlüsse zu ziehen – für den Fall von Wiederholungen.

„Der demographische Wandel, mit einer Überalterung der Bevölkerung in Westeuropa, scheint Krisen, die durch globale Infektionen ausgelöst werden, wahrscheinlicher zu machen“, so Ehrhardt. „Man wird daher nach der Bewältigung der COVID-19 Krise insbesondere darüber befinden, wie auf solche Pandemien reagiert werden kann, also ob das Gesundheitswesen anders und neu strukturiert werden muss – und wie mit solchen umfassenden Krisen global abgestimmter umgegangen wird.“

Ehrhardt, der seit über 50 Jahren an der Börse aktiv ist, erwartet in Teile eine De-Globalisierung. „Bestes Beispiel sind die USA unter Donald Trump. Ähnlich wie bereits in der Landwirtschaft werden systemrelevante Teile der weiteren Wirtschaft, wie das Gesundheitswesen und die Medizintechnik, vermehrt innerhalb der Landesgrenzen produzieren, zum Beispiel Antibiotika.“

Über den richtigen Einstiegszeitpunkt sagt Ehrhardt: „Aktien sind jetzt im Gegensatz zu Anleihen erste Wahl. Viele Titel sind günstig.“ Allerdings müsse man wohl überlegt und sehr selektiv vorgehen. „Gesundheitstitel und gute Konsumwerte sind attraktiv. Pharmatitel waren schon vor der Krise gedrückt, unter anderem in den USA, wo die Politik Pharma-Preise senken wollte. Versorger gehören ebenso ins Depot, diese Aktien hatten auch vorerst vergleichsweise geringe Kursrückgänge.“

Ehrhardt weiter: „Wenn wir die Corona-Krise kurz ausblenden und uns nur auf die Ökonomie konzentrieren, sieht man, dass wir noch für sehr lange Zeit ein Zinsniveau am Nullpunkt haben werden – und die Märkte aktuell und zukünftig mit Liquidität geflutet werden. Ob privater oder institutionelle Anleger: Man wird nicht an Aktien vorbeikommen, sei es für die private Altersvorsorge oder eben dauerhaft im Rahmen von Vorsorgeeinrichtungen.“ 

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