22.06.2005 DER AKTIONÄR

Börsendebüt am 12. Juli

-%
DAX
Trendthema

Die im Prime Standard notierte net AG hat heute Details zum geplanten Börsengang der Beteiligung net mobile bekannt gegeben. Aktionären der Muttergesellschaft wird ein Bezugsrecht für Anteilsscheine des Börsenneulings eingeräumt.

Die im Prime Standard notierte net AG hat heute Details zum geplanten Börsengang der Beteiligung net mobile bekannt gegeben. Aktionären der Muttergesellschaft wird ein Bezugsrecht für Anteilsscheine des Börsenneulings eingeräumt.

Von Stefan Eichner

Die net AG hält eigenen Angaben zufolge 35 Prozent an der net mobile AG - einem Anbieter für e-Business-Lösungen. Der IT-Spezialist bietet Software- und komplexe IP-Lösungen für mehr als 90 Prozent der DAX 30-Unternehmen und zählt namhafte Weltkonzerne wie beispielsweise Cisco Systems zu seinen Partnern.

Die Erstnotierung ist für den 12. Juli 2005 geplant. Die net mobile AG plant einer heutigen Adhoc-Mitteilung zufolge die Platzierung von bis zu 2,2 Millionen Inhaberstammaktien. Zwei Millionen stammen aus einer Kapitalerhöhung, die verbleibenden 200.000 Stück aus einer Mehrzuteilungsoption (Greenshoe) aus dem Bestand der Altaktionäre. Der Emissionspreis beträgt 8,50 Euro je Aktie. Net AG-Aktionären wird im Rahmen der Platzierung ein freiwilliges Bezugsrecht im Verhältnis von 12:1 eingeräumt, die dieses Recht vom 24. Juni 2005 bis zum 5. Juli 2005 geltend machen können.

Nach der Platzierung wird die Aktienzahl der net mobile AG bis zu 4,124 Millionen betragen. Diese sollen dann in das Marktsegment der Börse München, "M:access" sowie in den Freiverkehr der Frankfurter Wertpapierbörse einbezogen werden.

Die Aktien der Muttergesellschaft net AG legten heute nach Bekanntgabe der Emissionsdaten im Hoch knapp zehn Prozent auf 2,12 Euro zu, aktuell ist das Plus auf rund drei Prozent auf 1,99 zusammengeschmolzen.

Mit der VEM Aktienbank gibt es einen zweiten Profiteur des net mobile-Börsengangs. Die Münchener begleiten die Emission und fungieren im Nachgang auch als Designated Sponsor. Das VEM-Papier zählt zu den Highflyern in diesem Börsenjahr: Anfang Januar notierte die Aktie bei rund 6,70 Euro und hat sich bis zum heutigen Tag um sage und schreibe 20 Euro je Stück verteuert.

DER AKTIONÄR hatte die VEM Aktienbank bereits Ende letzten Jahres zum Kauf empfohlen und erste Stücke am 21.12.2004 in das langfristige Musterdepot gekauft. Am 15. Februar wurde die Position dann noch einmal aufgestockt - eine goldrichtige Maßnahme: Mit einem aktuellen Zugewinn von 354 Prozent ist VEM der absolute Top-Performer in unserem Langfrist-Portfolio. Die Musterdepots werden auf der Website immer am Freitag aktualisiert und sind hier einsehbar.

 

Buchtipp: Kurzfriststrategien für Anleger

Bekannt wurde er mit Langfriststrategien. Doch in seinem neuen Buch widmet sich Börsenexperte Thomas Gebert nun Kurzfriststrategien: Wie bekommt man die kurzfristigen Bewegungen der Aktienkurse in den Griff? Der Schlüssel liegt einerseits in einer speziellen Deutung der Candlestick-Charts, mit denen sich relative Stimmungsextreme diagnostizieren lassen, und andererseits in einem bestimmten Rhythmus, in dem die Kurse schwingen. Die Kombination, auf den emotionalen Umschwung zu warten und ihn zum richtigen Zeitpunkt zu erkennen, macht es möglich, die unmittelbare Richtung des DAX einzuschätzen. Gebert erklärt zudem, wie er zu seiner überaus treffsicheren 2-Wochen-Prognose in seinem beliebten „GebertBrief“ kommt.

Autoren: Gebert, Thomas
Seitenanzahl: 272
Erscheinungstermin: 05.12.2019
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-86470-655-4