Die BMW-Aktie hat sich am Mittwoch von ihrem jüngsten Rückschlag erholt. Im frühen Handel lag das Papier rund 1,5 Prozent im Plus und machte damit die Verluste vom Vortag wieder wett. Die Nervosität, die nach den Aussagen des Autobauers auf dem Kapitalmarkttag aufgekommen war, ließ damit zunächst nach.
Am Dienstag war die Aktie kurz vor Handelsschluss zeitweise um etwa fünf Prozent eingebrochen und auf den tiefsten Stand seit 2020 gefallen. Auslöser war vor allem die geplante Entwicklung der operativen Marge im Autogeschäft. BMW rechnet für 2028 mit einer Spanne von drei bis fünf Prozent. Einige Marktteilnehmer hatten darin eine Enttäuschung gesehen, da die Konsensschätzung bereits am oberen Ende dieses Korridors lag.
Um dieses Ziel zu erreichen, will der Konzern unter anderem sein Modellangebot straffen, Produktionsabläufe beschleunigen und die Zusammenarbeit mit Zulieferern intensivieren. Außerdem soll das Händlernetz in China "auf die richtige Größe" gebracht werden.
Kursziel 82,00 Euro
Bernstein Research bestätigte seine Einstufung für BMW mit „Outperform“ und einem Kursziel von 82,00 Euro. Analyst Stephen Reitman sieht im Kapitalmarkttag der Münchner den "Beginn eines Heilungsprozesses", wie er in seinem am Mittwoch vorliegenden Kommentar zum ersten Veranstaltungstag schrieb. BMW strebe bis in die frühen 2030er Jahre eine Margenverbesserung in der Autosparte von den für 2026 avisierten ein bis drei Prozent auf dann acht bis zehn Prozent an. In einem Zwischenschritt solle sie 2028 zwischen drei und fünf Prozent landen.
DER AKTIONÄR hält an seiner Einschätzung fest: Nachdem die BMW-Aktie jüngst auf den tiefsten Stand seit sechs Jahren gefallen ist, drängt sich ein Kauf aktuell nicht auf. Anleger bleiben beim DAX-Titel daher an der Seitenlinie.
Enthält Material von dpa-AFX
Heute, 10:19
Bei Google bevorzugen