Bitcoin doch kein Betrug? Morgan Stanley widerspricht Rivalen JP Morgan

Bitcoin doch kein Betrug? Morgan Stanley widerspricht Rivalen JP Morgan
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28.09.2017, 10:25 ‧ Marco Bernegg
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Die Erholung der Kryptowährung geht weiter. Obwohl die Meinungen weiter gespalten sind, knackte der Bitcoin nach einem Kursrutsch von rund 30 Prozent gestern wieder die 4.000 Dollar Marke.  Nachdem Jamie Dimon - CEO von JP Morgan - die Alternativwährung als „Betrug“ bezeichnete, vertrat Morgan-Stanley-Chef James Gorman jüngst eine andere Ansicht.

Mehr als nur eine Modeerscheinung

Auf einer Veranstaltung des Wall Street Journals äußerte sich Gorman offen gegenüber Kryptowährungen. Er sagte, Bitcoin sei bestimmt mehr als nur eine Modeerscheinung. Außerdem sei das Konzept einer anonymen Währung ohne Kontrolle von Zentralbanken sehr interessant. Damit widersprach er der harten Kritik von JP-Morgan-CEO Jamie Dimon, der Bitcoin als Betrug abstempelte und ankündigte, alle Mitarbeiter feuern zu werden, die damit handeln würden. Jedoch hat Dimon für seine Wutrede auch Zuspruch erhalten. Jordan Belfort, besser bekannt als der „Wolf Of Wall Street“, unterstützte die Ansicht. Er fügte aber hinzu: „Früher oder später wird eine Zentralbank oder ein Zusammenschluss eine eigene Kryptowährung veröffentlichen und diese wird sich halten.“

Regulierungswelle

Behörden in China, Kanada, Großbritannien und den USA kündigten bereits an, Kryptowährungen regulieren zu wollen. China will sogar diejenigen bestrafen, die über ausländische Anbieter damit handeln. Dem Bitcoin konnten diese Nachrichten nur vorübergehend einen Rücksetzer verpassen. Das Handelsvolumen in China beträgt nur noch 15 Prozent und verlagerte sich in den letzten Wochen zunehmend nach Japan.

„Es ist offensichtlich höchst spekulativ“

Diese Worte von James Gorman sollten sich interessierte Anleger zu Herzen nehmen. Es bleibt abzuwarten, ob sich der Bitcoin oder eine andere Kryptowährung langfristig durchsetzen wird. Weniger Streitpotenzial bietet die zugrundeliegende Blockchain-Technologie, der die vorherrschende Meinung eine große Zukunft vorhersagt.

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