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Bitcoin: Diese Lizenz braucht die Bitcoin Group jetzt dringend

Bitcoin: Diese Lizenz braucht die Bitcoin Group jetzt dringend
Foto: Shutterstock AI/Shutterstock
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Jan-Paul Fóri Heute, 10:53 ‧ Jan-Paul Fóri
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Die Bitcoin Group ist technologisch startklar, operativ aber blockiert: Auf bitcoin.de ist der Kryptohandel seit Ende Juni ausgesetzt, weil das MiCAR-Lizenzverfahren noch läuft. Die heute veröffentlichten Halbjahreszahlen zeigen, wie teuer die Verzögerung wird. 

Bei Bitcoin läuft es – bei der Bitcoin Group dagegen nur bedingt. Während sich der Kryptomarkt nach dem Rücksetzer im Sommer wieder erholt hat, steht das operative Geschäft des Unternehmens weiter weitgehend still. Der Grund: Auf bitcoin.de ist der Kryptohandel seit Ende Juni ausgesetzt. Der Neustart der Plattform hängt an der noch ausstehenden MiCAR-Lizenz für die futurum bank.

Die heute vorgelegten Halbjahreszahlen machen deutlich, wie problematisch die Verzögerung inzwischen ist. Der Umsatz ist von 3,8 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum au 1,6 Millionen Euro eingebrochen, gleichzeitig laufen die Kosten weiter. Personal, Entwicklung und der Aufbau der neuen Plattform müssen finanziert werden, obwohl bitcoin.de derzeit kaum zum operativen Geschäft beitragen kann. Das EBITDA betrug minus 3,25 Millionen Euro nach minus eine Million Euro im ersten Halbjahr 2025. Auch das Ergebnis je Aktie verschlechterte sich deutlich von minus 0,33 Euro auf minus 1,02 Euro. 

MiCAR-Lizenz fehlt

Dabei sollte der Relaunch eigentlich der große Neustart werden. Die neue Plattform soll mehr als 100 Kryptowährungen anbieten und unter anderem Sparpläne, Swaps und Staking ermöglichen. Technisch ist das Projekt nach Angaben des Unternehmens weitgehend fertig.

Das Problem liegt damit nicht mehr primär bei der Technik. Es fehlt die regulatorische Freigabe. Je länger diese auf sich warten lässt, desto länger bleibt das Geschäftsmodell hinter seinen Möglichkeiten zurück. Die Bitcoin Group kann noch so viel in eine moderne Handelsplattform investieren – ohne regulierten Handel entstehen daraus keine entsprechenden Transaktionserlöse.

Krypto-Bestand ist kein Ersatz für Umsatz

Auch die Bilanz sollte nicht über die operative Schwäche hinwegtäuschen. Die liquiden Mittel sind bis Ende Juni auf 3,9 Millionen Euro gesunken. Dem steht zwar ein Netto-Krypto-Eigenbestand von rund 199 Millionen Euro gegenüber. Dieser ist allerdings etwas völlig anderes als ein laufender Cashflow. 

Der Bestand profitiert bei steigenden Kryptokursen, kann bei fallenden Kursen aber ebenso schnell an Wert verlieren. Bereits Ende 2025 lag der Netto-Krypto-Eigenbestand noch bei 293 Millionen Euro. 

Für die Bitcoin Group entsteht damit eine ungewöhnliche Situation: Auf der einen Seite steht ein großer Krypto-Bestand, auf der anderen ein Geschäft, das aktuell kaum Erträge produziert. Der Vorstand rechnet deshalb für 2026 weiterhin mit einem negativen EBITDA.

Bitcoin (ISIN: CRYPT0000BTC)

Am Kryptomarkt hat sich die Lage zuletzt zumindest teilweise entspannt. Am Dienstag notiert der Bitcoin bei fast 84.000 Dollar und hat damit auf 24-Stunden-Sicht zugelegt. Überordnet setzt sich der Aufwärtstrend damit weiterhin fort. 

Während Anleger von der Bitcoin Group derzeit die Finger lassen sollten, bleibt Bitcoin aus Sicht des AKTIONÄR eine sinnvolle Depotbeimischung. Wie Bitcoin-Experte Oliver Michel den Kryptomarkt aktuell einschätzt, erfahren Sie im Telegram-Kanal „Krypto-Insights“, den er gemeinsam mit AKTIONÄR-Chefkorrespondentin Johanna Krämer betreut. Diesen finden Sie hier.

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Quelle: Börsenmedien AG

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bitcoin.

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