12.05.2017 Florian Söllner

Bitcoin: „…dann sind 500.000 Dollar nicht das Ende der Fahnenstange“

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Gold

Losgelöst! Entrückt! Verrückt? Die digitale Weltwährung Bitcoin erreicht ein neues Hoch. Losgelöst, weil es keinerlei Anker gibt, der Bitcoin auf dem Boden der Tatsachen halten könnte. Der Wert eines Autos orientiert sich an seinen Herstellungskosten, der einer Firma/Aktie an ihren abgezinsten künftigen Gewinnen, der von Gold auch an den Förderkosten und der einer klassischen Währung an der Wirtschaftskraft und Währungspolitik eines Landes. Bitcoin ist anders: komplett frei von staatlicher Einflussnahme oder einem inneren Wert. Das macht die Spekulation mit dem vermeintlichen Zahlungsmittel der Zukunft so spannend: Bitcoin bei 100 Dollar sind genauso gut möglich wie Bitcoin bei 10.000 Dollar. Oder gar 500.000 Dollar? Daran glaubt Snapchat-Investor Peter Smith. Der Kurs könne sich bis 2030 von 1.500 auf 500.000 Dollar ver-300-fachen. Er argumentiert mit dem einzig möglichen Ansatz, einen Wert von Bitcoin zu bestimmen: Angebot und Nachfrage. Während die Anzahl der Stücke aufgrund der vordefinierten Formel anders als bei Euro oder Dollar quasi nicht mehr steigen kann, dürfte das Interesse an Bitcoin weiter sprunghaft zunehmen. Die Hoffnung von Smith: Die Bitcoin-Gemeinde wächst von sieben Millionen auf 400 Millionen Menschen. Und diese nutzen die globale „Währung“, welche ohne Banken funktioniert, als direkten und günstigen Weg, „Geld“ zu transferieren.

Bitcoin.de-Chef Oliver Flaskämper sagte jetzt dem AKTIONÄR: „Wenn Bitcoins sich als das digitale Pendant zum analogen Gold entwickeln, dann sind 500.000 sicherlich noch nicht das Ende der Fahnenstange.“ Ist das nicht übertrieben? „Aus heutiger Sicht ja, aber das war 2011 nicht anders, als bei einem Kurs von 1,00 Dollar jemand gesagt hat, dass ein Bitcoin fünf Jahre später einen Wert von 1.000 Dollar haben würde. Es ist immer nur eine Frage der Perspektive.“

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