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08.10.2020 Marion Schlegel

Biotech-Highflyer CRISPR Therapeutics top positioniert: Entdeckung mit „atemberaubendem Potenzial“

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CRISPR Therapeutics

Der diesjährige Nobelpreis für Chemie ist an die in Berlin arbeitende Französin Emmanuelle Charpentier und an die US-Forscherin Jennifer A. Doudna für die Entwicklung einer Gen-Schere zur gezielten Erbgut-Veränderung gegangen. Das Crispr/Cas9-Verfahren habe die molekularen Lebenswissenschaften revolutioniert, trage zu innovativen Krebstherapien bei und könne den Traum von der Heilung von Erbkrankheiten wahr werden lassen, teilte die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften am Mittwoch in Stockholm mit.

CRISPR Therapeutics (WKN: A2AT0Z)

Emmanuelle Charpentier, Direktorin der Max-Planck-Forschungsstelle für die Wissenschaft der Pathogene in Berlin, und Jennifer Doudna von der Universität in Kalifornien in Berkeley hätten eines der schärfsten Werkzeuge der Gentechnologie entwickelt, betonte das Komitee. Die Entdeckung habe "atemberaubendes Potenzial".

Charpentier selbst sprach bei einer Pressekonferenz von einer molekularen Schere, die den Code des Lebens neu schreiben könne. Sie verglich das Erbgut mit einem Buch. Mit dem Verfahren könne man darin Sätze oder Buchstaben finden, verändern oder entfernen. Wichtigste Anwendungsmöglichkeiten seien die Lebensmittel-Biotechnologie und die Biomedizin, etwa die Therapie genetisch bedingter Bluterkrankungen.

"Es ist ein Werkzeug, das ein extrem hohes Potenzial hat, genetisch bedingte Krankheiten zu heilen", sagte Anita Marchfelder vom Institut für molekulare Botanik der Universität Ulm. "Bei Krankheiten, die durch die Veränderung eines Genes ausgelöst werden, kann durch die Anwendung dieses Werkzeugs eine solche Veränderung zurückgebildet werden, damit die Krankheit nicht ausbricht."

Ein Unternehmen, das auf dem Gebiet dieser hochinteressanten Technologie forscht, ist das Schweizer Biotech-Unternehmen CRISPR Therapeutics. Es ist das erste aller Crispr-Unternehmen, das in die Klinik vorgedrungen ist (Ende 2018). Das Unternehmen hat zudem einen extrem starken Partner an der Seite: Vertex Pharmaceuticals.

Die Aktie von CRISPR Therapeutics konnte am Mittwoch ordentlich zulegen. Das Papier ging mit einem Plus von mehr als elf Prozent auf 97,68 Euro aus dem Handel an der US-Börse. Damit notiert die Aktie nur noch ganz knapp unter dem im August dieses Jahres bei 105,12 Dollar markierten Allzeithoch. DER AKTIONÄR bleibt äußerst zuversichtlich für die Aktie. Zudem verfügt die Aktie über einen Schuss Übernahmefantasie. Allerdings eignet sich das Papier nur für sehr risikobereite Anleger.

(Mit Material von dpa-AFX)

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: CRISPR Therapeutics.