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05.08.2016 Werner Sperber

Bernecker: 100/150 Prozent Potenzial für die Deutsche Bank und Commerzbank

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Deutsche Bank

Die Actien-Börse schimpft: Fünf Herren der EZB-Spitze entscheiden selbstherrlich über die Vorgaben im sogenannten Stresstest für 51 europäische Banken und unterliegen keiner parlamentarischen Kontrolle. Nur im Fall des Straf- oder Haftungsrechtes. Der Stresstest der Banken beruht auf alten Fakten, aber neuen Simulationen für die Zukunft. Das ist sehr kühn gedacht. Denn die fünf Herren unterstellen einen weiteren Rückgang der Zinseinnahmen der Banken bis Ende 2018 um rund 30 Prozent. Dafür werden die Kernkapitalquoten als Soll-Zahl vorgegeben. Die sind bis auf einen Fall alle werthaltig. Der Zusammenbruch der Bankkurse gleicht demjenigen im letzten Krisenfall, am besten dokumentiert an der Commerzbank von 2013.

Die Actien-Börse erklärt: Der Buchwert oder jede andere sonstige objektive Bewertung führt für alle Qualitätsbanken zu einer Differenz der aktuellen Kurse zu diesen Kennziffern von 100 bis 150 Prozent und mehr. Wer investiert ist, sollte es also auch bleiben, wer es nicht ist, sollte sich ein Bank-Portfolio aufbauen. Wer die Deutsche Bank bei 18 oder 20 Euro gekauft hat, sollte die Position bei den jetzigen Kursen verdoppeln oder auch verdreifachen, wenn diese Position dann nicht zu groß wird. Gleiches gilt für die Commerzbank.

Buchtipp: Die Geschichten des Geldes

Spekulationsblase am Neuen Markt, Bankenkrise 2008 und griechische Schuldenkrise – lauter Themen, die die Finanzmärkte bewegten und bewegen. Doch wer einen Schritt zurücktritt und das große Bild sieht, bemerkt: So neu ist das alles gar nicht! Die Geschichte gibt wertvolle Hinweise zum Verständnis der Gegenwart. Dass sich Geschichte wiederholt, zeigen die beiden Autoren anhand vieler Geschichten des Geldes. Infl ation, Deflation, Abwertung, irrationalen Überschwang, Bankenpleiten und -rettungen gab es immer schon: im Spanien des 16. Jahrhunderts, im Großbritannien des 17. Jahrhunderts, im Frankreich des 18. Jahrhunderts und in den USA des 19. Jahrhunderts. Lehr- und anekdotenreich vermitteln die Autoren gewissermaßen nebenbei ein tiefes Verständnis für die Ursprünge des Finanzsystems – und damit auch für seine aktuellen Kapriolen. So zeigt sich: Der Weg von der Kaurischnecke zur Kreditklemme ist nicht weit.

Autoren: Vaupel, Michael Kaul, Vivek
Seitenanzahl: 240
Erscheinungstermin: 15.04.2016
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-86470-327-0