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Berkshire Hathaway: Mit diesen Aktien setzt Buffett‑Nachfolger Abel auf KI

Berkshire Hathaway: Mit diesen Aktien setzt Buffett‑Nachfolger Abel auf KI
Foto: Shutterstock/KI-generiert (PM)
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Nikolas Kessler Heute, 09:00 Nikolas Kessler

Der neue Berkshire-CEO Greg Abel hat im ersten Quartal zahlreiche Aktien aus dem Portfolio der Investmentgesellschaft geworfen und erste eigene Akzente gesetzt. Ein massiver Zukauf lässt darauf schließen, dass er künftig stärker in den lange von Buffett gemiedenen Tech-Sektor investiert. Auch das Thema Künstliche Intelligenz bekommt damit künftig mehr Raum.

• Greg Abel läutet bei Berkshire eine neue Tech-Ära ein

• Die Alphabet- Position wurde mehr als verdreifacht

• Apple bleibt Berkshires größte Beteiligung

Die wichtigsten Instrumente für diese Strategie sind zwei Technologieriesen, die bereits zu den größten Positionen im Berkshire-Portfolio gehören: Apple und Alphabet.

Alphabet: Verdreifacht und mit 462 Milliarden Dollar Rückenwind

Wie bereits berichtet, hat Abel die Alphabet-Beteiligung im ersten Quartal mehr als verdreifacht. Das Gesamtengagement beläuft sich nun auf rund 23 Milliarden Dollar. Alphabet ist damit die fünftgrößte Position im Portfolio. Die Logik dahinter ist bestechend: Google-Mutterkonzern Alphabet vereint praktisch alle Eigenschaften, die klassisch als Buffett-kompatibel gelten – ein leicht verständliches Geschäftsmodell, ein unzerstörbarer Burggraben rund um die marktbeherrschende Suchmaschine sowie starke Netzwerkeffekte.

Entscheidend für die KI-These ist jedoch das Cloud-Geschäft. Google Cloud erzielte im ersten Quartal einen Umsatz von 20 Milliarden Dollar – ein Wachstum von 63 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Noch beeindruckender ist der sogenannte Cloud Backlog, also der bereits gesicherte, aber noch nicht realisierte Auftragsbestand: Er belief sich zuletzt auf 462 Milliarden Dollar – fast doppelt so viel wie im Vorquartal. Das entspricht einem gesicherten Wachstumspfad von mindestens zwei Jahren. Alphabet will in diesem Jahr zwischen 180 und 190 Milliarden Dollar in den Ausbau seiner KI-Infrastruktur investieren – und das Management signalisiert, dass das Tempo 2027 noch weiter zunehmen soll.

Hinzu kommt: Seit Berkshire im dritten Quartal 2025 – also noch unter Buffetts Ägide – bei Alphabet eingestiegen ist, hat sich die Aktie bereits etwa verdoppelt. Abel hat die Position trotzdem massiv ausgebaut – ein klares Bekenntnis dazu, dass er weiteres Kurspotenzial sieht.

Alphabet (A) (WKN: A14Y6F)

Apple: Der stille KI-Profiteur

Die größte Einzelposition im Berkshire-Portfolio hat Abel bisher unangetastet gelassen. Mit rund 21 Prozent Gewichtung ist Apple der mit Abstand größte Posten und das dürfte kein Zufall sein. Buffett bezeichnete den iPhone-Hersteller einmal als „das beste Unternehmen der Welt“ – und Abel scheint dieser Einschätzung zu folgen.

Der KI-Bezug ist hier weniger offensichtlich als bei Alphabet, aber nicht weniger real: Apple hat seine Geräte in den vergangenen Quartalen sukzessive mit KI-Funktionen ausgestattet. In Kürze soll das mit Spannung erwartete KI-Update für Siri kommen. Dafür hat Apple auch eine strategische Partnerschaft mit der Alphabet-Tochter Google zur Nutzung von Gemini geschlossen.

Die Vorteile sind wechselseitig: Google kassiert Medienberichten zufolge eine Milliarde Dollar pro Jahr und erhält Zugang zu Apples gigantischer Nutzerbasis mit mehr als 2,5 Milliarden aktiv genutzten Geräten. Apple spart sich dafür zig Milliarden an Entwicklungskosten und kann seinen Kunden dennoch eines der besten und fortschrittlichsten KI-Modelle anbieten.

Apple (WKN: 865985)

Das wachsende KI-Angebot beflügelt inzwischen auch das Hardware-Geschäft. Das Umsatzwachstum im iPhone-Segment hat sich zuletzt auf ein Dreijahreshoch beschleunigt. Verbraucher, die bislang einen Upgrade-Zyklus ausgesetzt hatten, kehren nun zurück.

Dazu kommt Apples hochmargiges Service-Geschäft mit mehr als einer Milliarde bezahlter Abonnements weltweit. Je größer die installierte Gerätebasis wird, desto stärker wächst diese Erlösquelle – unabhängig vom nächsten Produktzyklus. Der Burggraben des Konzerns – der Markenwert und eine hohe Ökosystem-Bindung mit erheblichen Wechselkosten – ist nahezu konkurrenzlos und ganz nach dem Geschmack von Berkshire.

Buffett galt jahrzehntelang als Skeptiker gegenüber Technologiewerten, hat später aber trotzdem in Apple und Alphabet investiert. Sein Nachfolger Abel setzt den Paradigmenwechsel fort. Wer die Alphabet-Position mehr als verdreifacht und Apple als Ankerinvestment hält, hat eine klare Meinung darüber, wer besonders vom KI-Boom profitieren wird: die Infrastruktur- und Plattformbetreiber.

Berkshire Hathaway (WKN: A0YJQ2)

Greg Abel hat als neuer Berkshire-CEO erste Akzente im Portfolio der Investmentgesellschaft gesetzt. Spannend wird nun, ob er das Tech-Engagement in den kommenden Quartalen weiter ausbaut. DER AKTIONÄR wird die Entwicklung von Berkshire nach Buffett weiter beobachten und behält die Aktie vorerst auf der Watchlist.

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Apple.

Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Apple.

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