12.04.2017 Nikolas Kessler

Berkshire Hathaway: Keine Sorge wegen Eklat bei United Airlines

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Trendthema

Der gewaltsame Rauswurf eines zahlenden Passagiers aus einer überbuchten Maschine hat sich für United Continental zum PR-Alptraum entwickelt. Auch die Aktie der Airline ist am Dienstag zeitweise deutlich unter Druck geraten. Für Großaktionär Berkshire Hathaway und die Anleger der Buffett-Beteiligungsgesellschaft ist das aber lange kein Grund zur Sorge.

Die Veröffentlichung von Videoaufnahmen des Vorfalls und eine nicht sonderlich diplomatische erste Reaktion von United-Airlines-Chef Oscar Munoz haben weltweit zu einem Sturm der Entrüstung gegen die US-Fluggesellschaft gesorgt. Daraufhin hat die Aktie der Airline am Dienstag in der Spritze um vier Prozent nachgegeben.

Die Beteiligung von Warren Buffetts Investmentholding Berkshire Hathaway, die mit mehr als neun Prozent der Anteile der größte Aktionär bei United Continental ist, hat dadurch zwischenzeitlich 90 Millionen Dollar an Wert verloren. Nachdem sich Munoz dann doch noch entschuldigt hatte, ist die United-Aktie letztlich rund 1,2 Prozent schwächer aus dem Handel gegangen. Das Minus von Berkshire ist auf rund 24 Millionen abgeschmolzen.

Über 100 Millionen Dollar Plus an einem Tag

Zudem haben positive Daten zum US-Reisemarkt für Rückenwind bei den Airlines gesorgt. Die Aktie von American Airlines, an der Berkshire einen ähnlich großen Anteil hält, konnte fast vier Prozent zulegen und auch Buffetts Airline-Beteiligungen Delta und Southwest schlossen deutlich im Plus. Trotz der Querelen bei United dürfte Berkshire nach einer Berechnung des US-Magazin Forbes mit den Airline-Beteiligungen am Dienstag einen Buchgewinn von über 100 Millionen Dollar verzeichnet haben.

Womöglich hat Buffett den kurzfristigen Rücksetzer sogar genutzt, um seine Beteiligung bei United Airlines günstig aufzustocken – schließlich lehrt der Börsenguru seinen Anhängern: „Sei gierig, wenn andere ängstlich sind.“ Hier wird aber wohl erst die nächste Veröffentlichung der US-Börsenaufsicht Aufschluss geben.

Korrektur zum Einstieg nutzen

Obwohl der Wertverlust der United-Beteiligung im Verhältnis zu Marktkapitalisierung von Berkshire Hathaway von mehr als 400 Milliarden Dollar zu vernachlässigen ist, hat die Buffett-Aktie am Dienstag rund ein Prozent nachgegeben und an ihre Konsolidierung nach dem jüngsten Allzeithoch angeknüpft. Für langfristig orientierte, konservative Anleger bleibt die Aktie von Berkshire Hathaway aber trotzdem ein Top-Investment.

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