05.06.2017 Fabian Strebin

Bella Italia: Intesa Sanpaolo - die beste Bank Südeuropas

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Intesa Sanpaolo
Trendthema

Die Krisenbank Monte dei Paschi di Siena wird vom italienischen Staat mit Milliarden gerettet. Die Regionalbanken Popolare di Vicenza und Veneto Banca stehen am Abgrund. Also lieber Finger weg von Banken in Italien? Nicht, wenn man gezielt investiert. Bei der Intesa Sanpaolo wird man fündig.

JPMorgan hebt den Daumen

Analyst Kian Abouhossein von JPMorgan ist weiterhin zuversichtlich und rät mit einem Kursziel von 3,20 Euro weiter zum „Übergewichten“ der Aktie. Sein Kursziel liegt bei 3,20 Euro. Die Intesa gehört aufgrund ihrer starken Kapitalbasis zu seinen „Top-Picks“.

Mit einer harten Kernkapitalquote von 12,9 Prozent liegt die Bank in der Eurozone im oberen Drittel. Ein Pluspunkt ist auch die Kostenquote von nur 49 Prozent. Die Vergleichsgruppe gibt im Durchschnitt von jedem verdienten Euro 68,7 Cent wieder für Personal- und Sachaufwendungen aus. Im Herbst diesen Jahres will der Vorstandschef, Carlo Messina, eine neue Strategie präsentieren. Schon jetzt ist durchgesickert: Die profitable Vermögensverwaltung und das Versicherungsgeschäft sollen eine größere Rolle spielen.

Dividendenperle mit Potenzial

Im Gegensatz zur heimischen Konkurrenz ist die Intesa Sanpaolo sehr gut kapitalisiert und mit einem KGV von 14 günstiger bewertet als die italienische Vergleichsgruppe (16). Zusätzliche Kursfantasie birgt eine mögliche Zinswende in der Eurozone. Als Geschenk für Aktionäre gibt es bei der Intesa eine Dividendenrendite von 7,5 Prozent obendrauf. DER AKTIONÄR hält den Titel für kaufenswert und gibt ein Ziel von 4,00 Euro aus. Ein Stopp sollte bei 2,20 Euro platziert werden.