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Foto: Börsenmedien AG, Bayer
01.07.2019 Michel Doepke

Bayer: Das klingt übel...

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Bayer

Im positiven Marktumfeld kann die Bayer-Aktie zu Wochenbeginn die Erholungsrallye der letzten Tage fortsetzen – trotz einer kritischen Analyse der US-Investmentbank HSBC. Aus charttechnischen Gesichtspunkten nähern sich die DAX-Titel jedoch einer breiten Widerstandszone an, die Anleger jetzt beobachten sollten.

Analyst Stephen McGarry kappt das Kursziel um 13,00 Euro auf lediglich 63,00 Euro, belässt jedoch die Einstufung auf "Hold". Nachdem Bayer mit seinem Unkrautvernichter "Roundup" den bereits dritten Prozess in den USA verloren habe und allein dort noch mehr als 13.000 Kläger warteten, sei es vernünftig, einen konkreten Wert für die möglichen Prozesskosten einzuberechnen.

Laut McGarry dürften in den kommenden zehn Jahren noch um die 20 Milliarden Euro an Kosten zukommen, die im Zusammenhang mit dem Glyphosat-Mittel entstehen. Eine dezidierte Empfehlung, die Aktie zu kaufen oder zu verkaufen, sei wegen der vielen Unsicherheiten äußerst schwierig.

Bayer (WKN: BAY001)

Widerstandszone im Fokus

Die Bayer-Aktie kann sich weiter vom Mehrjahrestief bei 52,02 Euro lösen und notiert inzwischen klar über der Marke von 60,00 Euro. Doch die Erholungsbewegung könnte im Bereich von 62,60 Euro ein jähes Ende finden. Dort befindet sich eine breite Widerstandszone. Für Trader bleibt das Chartbild im Falle eines Breaks interessant, für Langfrist-Anleger ist es noch zu früh.

(Mit Material von dpa-AFX)

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