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16.04.2015 Marion Schlegel

Bayer-Aktie steigt immer schnell: Aktie im großen Analysten-Check

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DAX

Die Aktie von Bayer ist einfach nicht zu bremsen. Erst vor wenigen Tagen hat das Papier erneut ein neues Allzeithoch erreicht. Die neue Rekordmarke liegt nun bei 146,45 Euro. Seit Ende 2011 klettert die Bayer-Aktie mittlerweile nahezu ohne Unterbrechung nach oben. Zuletzt hat sich der Aufwärtstrend sogar noch beschleunigt. Konzernchef Marijn Dekkers hat sich kürzlich auf einer Investorenveranstaltung optimistisch geäußert. Für das Gesundheitsgeschäft stellte er bis 2017 eine kräftige Umsatz- und Margensteigerung in Aussicht. Auch das Agrochemiegeschäft soll stärker wachsen als der Markt und dabei eine Marge auf hohem Niveau erwirtschaften.


Die Meinung der Analysten
Etwas weniger optimistisch präsentieren sich hingegen die Analysten der Société Générale. Die französische Großbank hat die Aktie mit "Hold" und einem Kursziel von 150 Euro in die Bewertung aufgenommen. Die Erfolge neuer Produkte sowie die strategische Ausrichtung auf das Life-Science-Geschäft erschienen bereits eingepreist, schrieb Analyst Florent Cespedes in einer Studie vom Mittwoch. Mit Blick auf die in der Entwicklung befindlichen Medikamente sieht er kaum Treiber für einen weiteren, deutlichen Anstieg der Bewertung.


Zuversichtlicher wiederum ist das Analysehaus Jefferies. Die Experten haben das Kursziel für Bayer vor der Quartalsberichtssaison der globalen Pharmaindustrie von 154 auf 166 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Die EU-Anbieter dürften deutlich vom schwachen Euro profitiert haben, so Analyst Jeffrey Holford. Für die US-Branchenunternehmen sollte der starke Dollar Hauptbelastungsfaktor gewesen sein. Bayer dürfte für das erste Quartal ein Umsatzplus von 12,9 Prozent und einen Gewinnanstieg (EPS) von 13,7 Prozent ausweisen.


DER AKTIONÄR rät ebenfalls, weiter an Bord zu bleiben. Bayer ist stark aufgestellt und verfügt über ein erfahrenes Management. Mit dem geplanten Börsengang der Kunststoffsparte erhält die Aktie zusätzliche Kursfantasie. Zudem profitiert der Konzern von der Abwertung des Euro.


(Mit Material von dpa-AFX)

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