16.06.2017 Thorsten Küfner

BASF: Wie geht es jetzt weiter?

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BASF
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Es geschehen dramatische Umwälzungen in der Chemiebranche: Bayer schluckt Monsanto, ChemChina den Pflanzenschutzspezialisten Syngenta und Dupont fusioniert mit Dow Chemical. Die beiden US-Chemieriesen verschmelzen zum weltgrößten Chemieproduzenten und verdrängen BASF von der Pole Position. Ist das schlecht für die Aktie?

BASF-Aktionäre müssen sich deshalb aber keine Sorgen machen. Zum einen wollen Dupont und Dow Chemical nach der Fusion sich direkt wieder in drei Unternehmen aufspalten (eines für Basischemikalien, eines für Spezialchemie und eines für Agrarchemie). Zum anderen hatte BASF-Vorstandschef Kurt Bock bereits erklärt, dass es man nicht zwangsläufig der größte Chemiekonzern sein will, sondern eher der erfolgreichste. Und hierzu stehen die Chancen nicht schlecht. Bei BASF läuft es derzeit operativ wieder rund. Das DAX-Unternehmen konnte dank der anhaltend starken Nachfrage zuletzt auch erneut eine Reihe von Preissteigerungen durchsetzen. Zudem entstehen aus den großen Übernahmen und Fusionen innerhalb des Sektors auch gute Chancen.

Ein Saatgutgeschäft für BASF?
Denn aus kartellrechtlichen Gründen müssen bei allen drei Mergers bestimmte Unternehmensteile abgestoßen werden. Und hier will BASF gezielt zugreifen. So zählen die Ludwigshafener zusammen mit Syngenta zu den Bietern für Bayers Saatgutsparte LibertyLink. Auch bei anderen Teilen, die bei den Zusammenschlüssen von ChemChina/Syngenta oder Dupont/Dow Chemical abgestoßen werden müssen, wird BASF zu den Interessenten gehören. So könnte der DAX-Konzern relativ günstig zu einem eigenen Saatgutgeschäft kommen – ein aufgrund der steigenden Weltbevölkerung und des Klimawandels sehr attraktiver Markt mit hohen Eintrittsbarrieren.

Und anders als etwa Bayer müsste dann BASF nicht durch einen Zukauf in hoher zweistelliger Milliardenhöhe die sehr solide Bilanz verschlechtern, da man sich gezielt Filetstücke zu einem relativ geringen Preis herauspicken könnte. Glückt der ein oder andere attraktive Deal, dann hätte sich die zurückhaltende Strategie von Bock und seinem Team absolut gelohnt.

Aktie bleibt attraktiv
DER AKTIONÄR bleibt für die BASF-Aktie nach wie vor zuversichtlich gestimmt. Die Aussichten für das Qualitätsunternehmen bleiben gut. Die Bewertung ist vor diesem Hintergrund immer noch moderat. Langfristig orientierte Anleger können hier weiter zugreifen, der Stopp sollte bei 68,00 Euro belassen werden.

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