05.11.2019 Nicola Hahn

BASF-Rivale Evonik senkt Prognose: Aktie schießt nach oben

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Evonik Industries
Trendthema

Während die Börsen weltweit an Fahrt aufnehmen, trübt sich das Bild im Chemiesektor weiter ein. BASF-Rivale Evonik hat heute Zahlen präsentiert und seine Umsatzprognose für das laufende Jahr gesenkt – die Ergebnisprognose jedoch angehoben. Die Evonik-Aktie schießt im frühen Handel dennoch um mehr als vier Prozent nach oben, was auch der BASF-Aktie Rückenwind gibt.

Es waren durchwachsene Zahlen, die der Essener Spezialchemiekonzern heute den Anlegern präsentierte. Der Umsatz schrumpfte im vergangenen Quartal um drei Prozent auf 3,23 Milliarden Euro. Unterm Strich blieben 195 Millionen Euro Gewinn beim Konzern hängen. Seine Ergebnisprognose konnte der Konzern bestätigen, woraufhin die Aktie kräftig zulegte. Zudem gab Evonik bekannt, weiterhin an der Übernahme des US-Herstellers von Wasserstoffperoxid Peroxychem festzuhalten, nachdem die FTC diesbezüglich eine Klage eingereicht hatte. Bernstein Research hob darüber hinaus sein Kursziel auf 30 Euro an, was für zusätzlichen Rückenwind sorgte.

Auch der große Rivale BASF kann aktuell davon profitieren. Dabei hatte sich der Titel in den letzten Wochen ohnehin bereits stark entwickelt. Nach einer Korrekturbewegung Ende Oktober nimmt der Kurs wieder Fahrt in Richtung des Oktober-Hochs bei 71,16 Euro auf.

Die Evonik-Zahlen belegen einmal mehr, dass das konjunkturelle Umfeld weiter eingetrübt ist, obwohl es zuletzt starke Zeichen einer Entspannung im Handelsstreit zwischen den USA und China gab. Der Kurssprung zeigt aber auch, dass die Erwartungen des Marktes an Chemie-Werte aktuell nicht sehr hoch sind. Anleger sollten dennoch nach wie vor vorsichtig agieren.

Rein charttechnisch betrachtet sieht es indes bei BASF weiterhin sehr gut aus. Sollte der Sprung über die Marke bei 71,16 Euro gelingen, könnte es schnell in Richtung Jahreshoch bei 74,62 Euro gehen. Investierte Anleger bleiben dabei. Der Stopp wird bei 54,50 Euro belassen.

BASF (WKN: BASF11)

Hinweis auf mögliche Interessenskonflikte: Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: BASF