++ Hebel-Power bei diesen KI-Werten ++
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17.02.2017 Benedikt Kaufmann

Baidu und KI-Start-Up entwickeln die neue Generation des Betriebssystems

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Baidu

Der chinesische Internetgigant Baidu kauft Raven Tech. Das Tech-Start-Up passt strategisch gut in Baidus großen Plan: Ein neues intelligentes Betriebssystem soll Baidu in Zukunft zusätzliche Umsätze einbringen.

Baidu setzt, nachdem seine Umsätze im Suchmaschinensegment aufgrund regulatorischer Hürden leicht zurückgingen, stark auf den Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI). Baidu-Chef Robin Li beschreibt KI sogar als „das technologische Fundament des gesamten Unternehmens“. Nur ein Anwendungsgebiet: das Haus der Zukunft. Im sogenannten Smart Home bestellt man Konsumgüter und steuert allerlei technisches Gerät über einen Sprachbefehl. Damit keine Missverständnisse aufkommen, erlernt Baidus Spracherkennungssoftware selbständig, die Stimme des Menschen möglichst genau zu erkennen. Das eigenständige Lernen der Software – das ist KI.

Die Sprachsoftware nutzt Baidu in seinem intelligenten Robo-Assistenten „Little Fish“. Auf der diesjährigen Consumer Electronics Show im Januar stellte der Konzern das Konkurrenzprodukt zu Amazons „Echo“ und Googles „Home Assistent“ vor. Im Unterschied zur US-Konkurrenz hört und spricht „Little Fish“ in Mandarin, verfügt über einen Touch-Bildschirm und eine eingebaute Kamera. Sprachsteuerung sehen viele Tech-Experten als das neue Betriebssystem für eine Vielzahl technischer Geräte, die Menschen im Alltag der Zukunft nutzen werden.

„Der Verkauf dieses Betriebssystems an Hardwarehersteller ist eine große Chance für Baidu.“, sagte Shaun Rein von China Market Research. Der Smart Home Markt soll bis 2021 auf 13,4 Milliarden Dollar ansteigen – das entspricht einem durchschnittlichen Jahreswachstum von 50 Prozent ausgehend von 2016. Baidu erwirbt mit Raven Tech ein Start-Up, welches die Weiterentwicklung des neuen sprachgesteuerten Betriebssystems vorantreibt. Die Übernahme könnte in Zukunft Marktanteile sichern.

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Während das Umsatzwachstum 2016 aufgrund der regulatorischen Hürden erwartungsgemäß schwach ausfiel, könnte Baidu 2017 um 21 Prozent auf 85,3 Milliarden Dollar zulegen. Mit einem 17er KGV von 32 liegt Baidu im Peergroupvergleich der chinesischen Internetaktien im Mittelfeld. Ein PEG von 1,1 über die nächsten vier Jahre lässt annehmen, dass Baidu fair bewertet ist. Charttechnisch bildet sich seit einem Jahr eine klare Dreiecksformation heraus, deren Zuspitzung einen baldigen Ausbruch andeutet. Die Quartalszahlen, die am 23. Februar veröffentlicht werden, könnten hierfür den entscheidenden Impuls liefern. DER AKTIONÄR empfiehlt Baidu in der aktuellen Ausgabe 08/2017 zum Kauf. Dort finden sie auch drei weitere Top-Picks aus dem chinesischen Internetsektor.

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