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13.02.2020 Marion Schlegel

Aurora-Cannabis-Konkurrent Canopy Growth: Deswegen wird es morgen spannend…

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Canopy Growth

Die Aktien der Cannabisproduzenten sind in den vergangenen Monaten deutlich unter Druck geraten. Die hohen Erwartungen nach der Legalisierung von Cannabis in Kanada im Oktober 2018 haben sich bislang nicht erfüllt. Dementsprechend schlecht fielen die Quartalsberichte der Unternehmen aus. Am morgigen Freitag steht mit Canopy Growth eines der ganz großen Unternehmen der Branche auf der Terminliste. Die Gesellschaft wird vor Börsenstart in Kanada die Zahlen zum dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2019/20 veröffentlichen. Um 10 Uhr Eastern Time (16 Uhr MEZ) ist eine Pressekonferenz geplant. Hier darf man unter anderem gespannt sein, was das Unternehmen zu Cannabis 2.0 zu sagen hat.

Auszug Canopy-Produkte für Cannabis 2.0
Quelle: Canopy Grwoth

Ende vergangenen Jahres wurde wurden in Kanada die nächste Stufe der Legalisierung eingeläutet (Cannabis 2.0). Mitte Dezember hat dort der Verkaufsstart von cannabishaltigen Lebensmitteln begonnen. Doch Canopy Growth hatte hier vor Kurzem bereits angekündigt, dass sich die Einführung ihrer Getränke-Produktlinie verzögern wird. Canopy erwartet zwar dadurch keine wesentlichen Auswirkungen der Verzögerungen auf die Umsatzerlöse des Gesamtjahres. Das Unternehmen versprach aber weitere Details im Rahmen des Quartalsberichts. Diese werden mit Spannung erwartet, zumal Getränke einen entscheidender Bestandteil des zukünftigen Erfolgskonzepts des Unternehmens darstellen.

Canopy Growth (WKN: A140QA)

Beim reinen Zahlenwerk erwarten Analysten im Berichtsquartal einen Verlust von 0,52 Kanadischen Dollar je Aktie sowie Umsätze in Höhe von 105,3 Millionen Kanadische Dollar. Vor einem Jahr wurde noch ein Verlust von 0,38 Kanadischen Dollar und Umsätze von 83 Millionen Kanadischen Dollar ausgewiesen. Im zweiten Quartal erzielte Canopy einen Verlust von 1,08 Kanadischen Dollar sowie Einnahmen von 76,6 Millionen Kanadischen Dollar.

Canopy Growth zählt unter den reinen Cannabis-Produzenten weiterhin zu den Favoriten des AKTIONÄR. Kein anderes Unternehmen ist fundamenal so stark aufgestellt. Doch noch ist es für eine Entwarnung in der Branche zu früh. Deswegen eignet sich die Aktie derzeit weiterhin nur für risikobereite Anleger.