Am Donnerstag gehört Apple zu den wenigen Gewinnern unter den US-Technologie-Aktien. Der iPhone-Hersteller befindet sich derzeit in den Verhandlungen über den Kauf von Speicherchips des chinesischen Herstellers CXMT, wofür der Konzern bereits heftige Kritik einstecken musste. Am Markt kommt die Idee allerdings gut an, die Apple-Aktie befindet sich wieder auf dem Weg in Richtung Allzeithoch.
• Apple gehört am Donnerstag zu den wenigen Gewinnern unter den US-Tech-Aktien und nähert sich wieder seinem Allzeithoch – trotz Kritik an den Verhandlungen über Speicherchips von CXMT.
• Wegen stark gestiegener DRAM-Preise sucht Apple Alternativen zu Micron, Samsung und SK Hynix und könnte bei CXMT zehn bis 30 Prozent günstiger einkaufen.
• Problem: CXMT ist ein chinesischer Hersteller auf der Pentagon-Blacklist, weshalb Apple eine Freigabe der Trump-Regierung benötigt – einige US-Politiker sind dagegen.
Aufgrund der stark gestiegenen Preise für DRAM-Chips musste Apple zuletzt die Preise seiner Produkte deutlich nach oben schrauben. Das Unternehmen reagierte allerdings nicht nur mit der Preisanpassung, sondern befasst sich auch mit Alternativen zu den bisherigen Lieferanten Micron, Samsung und SK Hynix.
Diese hat man im viertgrößten DRAM-Chip-Hersteller der Welt, CXMT, gefunden. Das Problem: Dabei handelt es sich um einen chinesischen Hersteller, der obendrein noch auf einer schwarzen Liste des Pentagons steht. Deshalb muss sich Apple zunächst die Freigabe der Trump-Regierung einholen, um Chips von CXMT beziehen zu dürfen. Dem Vernehmen nach könnte Apple diese allerdings zwischen zehn und 30 Prozent günstiger erhalten als von seinen bisherigen Lieferanten.
Während einige US-Politiker vehement gegen diesen Schritt sind, kommt das Vorhaben am Aktienmarkt gut an und sorgt dafür, dass die Papiere am Donnerstag nur noch wenige US-Dollar unter ihrem Allzeithoch bei 317,40 Dollar notieren.
Auch wenn die Versorgung von Apple durch Chips von CXMT kontrovers diskutiert wird, wäre sie ein klarer Pluspunkt für die US-Amerikaner. Denn einerseits könnte das Unternehmen dadurch die Kosten reduzieren und andererseits seine Lieferkette unabhängiger gestalten. DER AKTIONÄR rät deshalb bei der Aktie weiterhin zum Kauf, ein neues Allzeithoch sollte nur eine Frage der Zeit sein.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Apple.
Heute, 20:20