Gestern vor 25 Jahren präsentierte Apple den iPod. Heute steht mit dem iPhone Duo die nächste Generation in den Läden. Damals belächelt, entwickelte sich der Musikplayer zum Wegbereiter einer beispiellosen Erfolgsgeschichte. Wer rechtzeitig auf die Apple-Aktie setzte, konnte sein Kapital vervielfachen. Gelingt dem Konzern jetzt der nächste große Wurf?
Am 22. Oktober 2001 stellte Steve Jobs einen MP3-Player vor, der kaum größer war als ein Spielkartendeck. 399 Dollar kostete der erste iPod. Für Apple war das Gerät weit mehr als ein neues Produkt: Es legte den Grundstein für ein Ökosystem, das später mit iTunes und dem iPhone die gesamte Branche umkrempeln sollte.
Von 1.000 Euro auf 1,24 Millionen Euro
Wer am Tag vor der Präsentation 1.000 Euro in Apple-Aktien investierte und sämtliche Dividenden reinvestierte, hätte heute ein Vermögen aufgebaut. Ausgehend von einem Wechselkurs von einem Euro zu 0,8915 Dollar entsprach das damalige Investment genau 891,50 Dollar. Auf Basis des um Aktiensplits und reinvestierte Dividenden bereinigten Schlusskurses von 0,2308 Dollar ergäben sich rechnerisch 3.862,65 Aktien.
Beim zugrunde gelegten Nasdaq-Kurs von 347,80 Dollar am 23. Oktober 2026 wäre das Depot rund 1,34 Millionen Dollar wert (exakt 1.343.430,24 Dollar). Umgerechnet zum Wechselkurs von 1 Euro zu 1,085 Dollar entspricht das exakt 1.238.184,56 Euro. Aus dem ursprünglichen Einsatz wäre damit ein Plus von mehr als 123.700 Prozent geworden. Die annualisierte Rendite (CAGR) über die 25 Jahre läge bei rund 33 Prozent pro Jahr.
Die Rechnung verdeutlicht, welche Dimensionen langfristiges Investieren in einen außergewöhnlich erfolgreichen Konzern erreichen kann. Sie ist allerdings eine Modellrechnung auf Basis der genannten Kurse und Wechselkurse. Steuern, Transaktionskosten und mögliche Abweichungen bei der tatsächlichen Ausführung sind nicht berücksichtigt.
iPhone Duo: Der nächste iPod-Moment?
25 Jahre später setzt Apple erneut auf ein hochpreisiges Produkt. Das iPhone Duo wird seit heute verkauft. Der Einstiegspreis von 2.299 Euro ist eine Ansage. Doch Apple hat in der Vergangenheit bewiesen, dass Kunden bereit sind, für ein überzeugendes Produkt und die Integration in das eigene Ökosystem tief in die Tasche zu greifen.
Der iPod löste ein konkretes Problem: Statt unhandlicher CD-Sammlungen passten Tausende Songs in die Hosentasche. Zusammen mit iTunes veränderte Apple den Musikkonsum grundlegend. Das iPhone übertrug dieses Prinzip später auf Kommunikation, Internet und Apps.
Beim iPhone Duo muss sich nun zeigen, ob Apple erneut einen Kaufanreiz schaffen kann, der über ein gewöhnliches Hardware-Upgrade hinausgeht. Ein hoher Preis kann die Margen stützen. Er garantiert aber weder hohe Verkaufszahlen noch steigende Gewinne.
Die Börse feiert Apple: Am Freitag kletterte die Aktie auf ein neues Rekordhoch von 351,73 Dollar. Damit erreichte der Börsenwert des iPhone-Konzerns 5,11 Billionen Dollar. Apple zog an Nvidia vorbei, das auf 5,09 Billionen Dollar kam, und eroberte damit die Spitze unter den wertvollsten börsennotierten Unternehmen der Welt.
Apple ist zurück an der Spitze – und das iPhone Duo kommt zum richtigen Zeitpunkt. Ob sich die Erfolgsgeschichte des iPod wiederholt, muss sich erst zeigen. Das starke Ökosystem und die enorme Kundenbindung bleiben Trümpfe. Nach dem Rekordhoch muss Apple nun beweisen, dass das neue Gerät nicht nur die Börsenfantasie beflügelt, sondern auch das Wachstum weiter antreibt. Die Aktie bleibt ein Basisinvestment.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Apple.
23.10.2026, 16:56
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