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03.03.2020 Thobias Quaß

AMD: Auf den Crash folgt ein neues Kursziel – Aktie vor Rebound?

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AMD
Trendthema

Nach einem Wochenverlust von über 30 Prozent Ende Februar gelingt der AMD-Aktie die Kehrtwende. Den gestrigen Handelstag schloss das Papier mit 4,35 Prozent im Plus ab. Das lag auch an dem von 58 auf 62 Dollar angehobenen neuen Kursziel der Bank of America. Kurz vor dem am 5. März stattfindenden AMD Analystentag generiert das Papier ein Kaufsignal.

Vor dem Financial Analyst Day von AMD am Donnerstag hat die Bank of America am Montag das Kursziel von 58 auf 62 Dollar angehoben und der Aktie so einen Aufwärtsschub verpasst. Auf der Veranstaltung erwarten die Analysten Updates zur Langfriststrategie des Konzerns sowie genaue Informationen zu den Auswirkungen des Coronavirus.

Die Bank of America rechnet dort auch mit einer Ankündigung von einem Gewinn pro Aktie von zwei bis 2,50 Dollar für das laufende Fiskaljahr. Außerdem geht sie davon aus, dass AMD einen Hinweis darauf gibt, dass das mit 28 bis 30 Prozent geschätzte Umsatzwachstum für 2020 durch COVID-19 unter Druck geraten könnte.

AMD (WKN: 863186)

Auch wegen der möglichen Corona-Auswirkungen belassen die Analysten der Deutschen Bank ihr Kursziel bei 42 Euro und gehen davon aus, dass die Nachfrage nach AMD-Chips vorerst stark bleibe, aber im Laufe des Jahres nachlasse. Hauptsächlich deshalb und wegen zunehmenden Wettbewerbsdrucks sei der aktuelle Aktienkurs „anspruchsvoll“.

AMD erzielte im vierten Quartal 2019 0,32 Dollar Gewinn pro Aktie und einen Umsatz von 2,13 Milliarden Dollar. Die Konsenserwartungen lagen bei 0,31 Dollar Gewinn pro Aktie und 2,11 Milliarden Dollar Umsatz.

Die AMD-Aktie verlor im Zuge der aktuellen Coronavirus-Korrekturen im Vergleich zu den direkten Konkurrenten Nvidia und Intel am stärksten. Mit den Semi-Custom-Chips für die neuen Konsolen und dem verstärkten Run auf Chips für die immer wichtigeren Data-Center für Cloud-Umgebungen hat AMD aber genug Feuer, um die Aktienkurse wieder anzutreiben. Der erste Schritt war das Wachstum beim Marktanteil von vier Prozentpunkten auf 31 Prozent im Q4/2019.

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