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25.06.2020 Andreas Deutsch

Amazon: Nächstes „big thing“

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Amazon.com

Die britischen Wettbewerbshüter geben vorläufig grünes Licht für die Investition von Amazon in Deliveroo. Der Kauf von 16 Prozent an dem englischen Start-up durch die Amerikaner stelle keine Behinderung des Wettbewerbs weder unter den Essenslieferdiensten noch im Online-Lebensmittelhandel dar. Amazons Schritt ist absolut sinnvoll.

Die britischen Wettbewerbshüter geben damit ihre Bedenken gegen den Deal endgültig auf. Sie hatten sich mehrere Monate lang das Geschäft genauer angeschaut, aus Sorge, dass sich der Wettbewerb zu Ungunsten der britischen Verbraucher entwickeln könnte.

Im April hatte die CMA dann bereits eine erste vorläufige Genehmigung für das Geschäft gegeben. Dabei hatten allerdings noch andere Faktoren eine Rolle gespielt – so war die CMA zu der Einschätzung gekommen, dass das Investment der Amerikaner für den durch die Corona-Pandemie schwer getroffenen Essenslieferdienst die Rettung bedeutete.

Andernfalls hätte Deliveroo womöglich vor dem Aus gestanden, konstatierten die Wettbewerbshüter damals.

Laut CMA hat sich inzwischen die finanzielle Lage beim Unternehmen jedoch in einem Maße klar verbessert, wie es zu Beginn der Pandemie nicht vorauszusehen gewesen sei. Der Essenslieferant dürfte deshalb auch ohne die Unterstützung der Amerikaner am Markt überleben.

Mit Deliveroo holt sich Amazon ein stark wachsendes Start-up in einem stark wachsenden Markt ins Boot. 2018 verbuchte Deliveroo ein Umsatzwachstum von 72 Prozent auf umgerechnet 510 Millionen Euro. Mittlerweile dürfte sich das Unternehmen bei den Erlösen der Milliardenmarke nähern.

Das sind zwar Peanuts im Vergleich zu dem, was Amazon in seinen Kerngeschäften umsetzt. Doch Anleger sollten nicht übersehen, wie groß der Delivery-Markt bereits ist und wie enorm er noch zulegen wird. Aktuell beträgt das Marktvolumen 111 Milliarden Dollar, bereits 2022 sollen es 138 Milliarden sein. Die Amazon-Aktie bleibt ein Kauf.  

(Mit Material von dpa-AFX) 

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "AKTIONÄR-Depot".  

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