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10.06.2020 Jan Paul Fori

Amazon, Apple, Facebook und Microsoft auf Allzeithoch – auch GAFAM-Index mit neuer Bestmarke

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Er hat es schon wieder getan: Ausgelöst durch die neuen Rekordhochs bei vier der insgesamt fünf Index-Mitlieder ging der GAFAM-Index ebenfalls mit einem neuen Allzeithoch aus dem gestrigen Handel – lediglich Alphabet trennen aktuell noch rund acht Prozent von einem neuen Rekordhoch.

Diese News stehen derzeit bei den einzelnen Index-Mitgliedern im Fokus der Anleger. 

iPhone-12- und Chip-Produktion treibt Apple-Aktie auf Allzeithoch 

Laut dem Nachrichtenportal DigiTimes plant Apple bereits im Juli seine 5G-fähigen iPhone-12-Modelle zu produzieren. Die Testphase solle demnach bereits Ende Juni abgeschlossen werden. Die Nachricht überrascht insofern, da Apple erst Ende April die Massenproduktion seiner neuen iPhone-12-Familie aufgrund der Pandemie-Krise ins nächste Jahr verschieben wollte.

Die News rund um die frühere Produktion der iPhone-12-Modelle und die Pläne zur eigenen Chipherstellung verpassten dem Apple-Papier einen zusätzlichen Boost. Die Anteilsscheine des Smartphone-Riesen schlossen den gestrigen Handel mit einem satten Kursplus von über drei Prozent bei 343,99 Dollar auf einem neuen Allzeithoch ab.

Analyst sieht weiteres Aufwärtspotenzial bei Amazon

Während Amazon sich in der Krise vor Bestellungen nicht retten kann und Personal einstellen musste, geht es dem Einzelhandel insgesamt schlecht. Experten erwarten allein in Deutschland bis zu 50.000 Insolvenzen. Der veränderte Wettbewerb spiegelt sich längst im Aktienkurs von Amazon wider. Seit dem Tief vom März hat der Titel 60 Prozent zugelegt.

Doch die Luft ist noch längst nicht raus, meint RBC-Analyst Mark Mahaney. Der Experte sieht den fairen Wert der Aktie bei 3.300 Dollar nach zuvor 2.700 Dollar.

Facebook drängt in den E-Commerce-Markt

In den letzten Wochen sorgte Facebook für eine Reihe von positiven News. So wurde Ende Mai bekannt, dass Facebook künftig im E-Commerce-Markt mitmischen möchte. Über eine neue Funktion sollen Händler unkompliziert Online-Shops erstellen können, die über Facebook und Instagram erreichbar sind. Langfristig könnte Facebook damit dem E-Commerce-Giganten Amazon Konkurrenz machen.

Microsofts neue KI-Technologie hat einen Haken 

Bei Microsoft bringt die neue News-KI-Technologie nicht nur Vorteile: Nachdem der Konzern zuvor einen Teil seiner Redakteure entlassen hatte und durch Künstliche Intelligenz ersetzte, müssen die verbleibenden Mitarbeiter nun die KI beaufsichtigen und die Fehler der Technologie ausbügeln, wie heise online berichtet. 

Alphabet droht die Zerschlagung

Beim letzten Index-Mitglied Alphabet nehmen derweil die Kartelluntersuchung konkretere Züge an. Wie der Nachrichtensender CNBC berichtet, wollen Generalstaatsanwälte von mehreren US-Bundesstaaten zusammen mit dem Justizministerium DOJ eine Klage gegen Google auf mögliche Verstöße gegen das Kartellrecht erheben.

Die Klage könnte zur Zerschlagung von Googles Anzeigengeschäft führen. Das Unternehmen steht bereits länger in der Kritik, seine dominante Marktstellung zu missbrauchen, um Wettbewerbern im Online-Werbemarkt zu schaden. Die Aktie von Alphabet reagierte kaum auf die News, offensichtlich wurde ein etwaiger Zerschlagungsprozess von Google vom Markt bereits erwartet.

Solactive GAFAM A... (WKN: SLA2UA)

Dank der starken Performance von Amazon, Apple, Facebook und Microsoft, ging der GAFAM-Index mit einem neuen Allzeithoch bei 241,61 Zählern aus dem gestrigen Handel. Seit der Auflegung im November 2016 hat der Index bereits rund 141 Prozent zugelegt. Der breit aufgelegte S&P 500 kommt im vergleichbaren Zeitraum lediglich auf ein Kursplus von 55 Prozent. Mit dem deutschen Leitindex DAX kommen die Anleger im gleichen Zeitraum sogar nur auf ein Plus von rund 18 Prozent.

Die Aktien im GAFAM-Index werden jährlich gleichgewichtet, um Klumpenrisiken zu vermeiden. Dividenden werden bei der Index-Berechnung allerdings nicht berücksichtigt.

Hinweis auf mögliche Interessenkonflikte:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Apple, Facebook. 

Hinweis auf potenzielle Interessenkonflikte gemäß §34b WpHG: Der Preis der Finanzinstrumente wird von einem Index als Basiswert abgeleitet. Die Börsenmedien AG hat diesen Index entwickelt und hält die Rechte hieran. Die Börsenmedien AG hat mit Morgan Stanley als mittent des Finanzinstruments eine Lizenzvereinbarung geschlossen, wonach die Börsenmedien AG Morgan Stanley eine Lizenz zur Verwendung des Index erteilt. Die Börsenmedien AG erhält insoweit von Morgan Stanley Vergütungen.

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "AKTIONÄR Depot" von DER AKTIONÄR: Amazon.com