Das ist Ihre Erfolgsstrategie für schwache Börsen
Foto: Amazon
13.07.2020 Andreas Deutsch

Amazon: 5 Gründe, warum die Aktie weiter steigt

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74 Prozent plus – so lautet die Bilanz der Amazon-Aktie im laufenden Jahr. Bei der Performance werden Erinnerungen an die glorreichen Zeiten der New Economy zur Jahrtausendwende wach. Die Analysten kommen mit ihren Kurszielanhebungen kaum hinterher. DER AKTIONÄR zählt ebenfalls zu den Amazon-Bullen.

Grund 1, warum Amazon noch Luft hat: E-Commerce. Als der Lockdown kam und die Geschäfte schließen mussten, waren Millionen Menschen heilfroh, dass es Amazon gibt. Auch diejenigen, die Onlinehandel bislang weitestgehend vermieden hatten. Sie haben gemerkt, wie bequem es ist und wie schnell es geht, im Internet zu bestellen.

Wer bei Amazon Stammkunde wird und ein Prime-Abo abschließt, genießt viele Extras wie etliche Gratis-Songs, -Filme und -Serien. Ein Service, den der stationäre Handel nicht bieten kann.

Grund 2: Cloud. Streaming, Gaming, Homeoffice – die Welt wird immer digitaler. Ohne externe Rechenzentren geht gar nichts mehr. Gartner erwartet, dass der Cloudmarkt in zwei Jahren bei einem Volumen von 355 Milliarden Dollar steht. 2010 waren es gerade einmal 40 Milliarden.

Auch von dieser Entwicklung profitiert Amazon mit einem Marktanteil von 33 Prozent überproportional.

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Grund 3: Medien. Laura Martin, Analystin bei Needham, ist sich sicher: Die Amazon-Mediensparte (Prime Video, Prime Music und Twitch) wird von der Börse völlig unterschätzt. Der Bereich ist ihrer Meinung nach 500 Milliarden Dollar wert und damit knapp so viel wie das Cloud-Business AWS.

Mit Twitch kann Amazon laut Martin verstärkt junge Leute an das E-Commerce-Angebot des Konzerns heranführen. Prime Music und Prime Video stärkten Amazons Position bei Familien.

Grund 4: Werbung. Bereits vor anderthalb Jahren sorgte eine Studie von Zenith für Aufmerksamkeit. Die Experten erwarten, dass der Markt für E-Commerce-Werbung zu den größten Wachstumstreibern der Werbebranche wird. Dabei handelt es sich um Werbung, die in der Nähe von Suchergebnissen und Produktlistings auf E-Commerce-Seiten platziert ist.

Zenith schätzt das Marktvolumen bis 2028 auf 100 Milliarden Dollar.

Amazon als Top-Player in Sachen E-Commerce wird sich höchstwahrscheinlich ein sehr großes Stück des Kuchens abschneiden.

Grund 5: „the others“. DER AKTIONÄR schreibt schon seit Jahren, dass Amazon noch so manche Branche aufmischen wird. Denkbar ist etwa, dass der Konzern nach dem Vorbild des Insuretech-Unternehmens Lemonade ins Versicherungsbusiness einsteigt. Oder dass Amazon Paymentdienste anbietet. Oder die größte Online-Apotheke gründet.

Die Basis dafür hat der Konzern längst: eine der meistaufgerufenen Internetseiten der Welt und Millionen hochzufriedener Kunden. Amazon wird es nicht schwerfallen, vielen von ihnen neue Angebote schmackhaft zu machen.

Amazon.com (WKN: 906866)

Amazon wird unser Leben in den kommenden Jahren auf vielfältige Weise bestimmen. Es wird eine massenhafte Verschiebung geben von Offline zu Online mit Amazon als großem Profiteur. Die Aktie bleibt auch nach der Rallye ein Kauf.  

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "AKTIONÄR-Depot".  


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