Neue Ausgabe: 12 Top-Aktien für Post-Corona-Ära
19.02.2020 Emil Jusifov

Alphabet: Erst aufgerüstet – dann der Angriff auf Amazon und Microsoft

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Alphabet
Trendthema

Agil heißt das Zauberwort mit dem sich nahezu alle modernen IT-Unternehmen schmücken wollen. Agile Unternehmen sind dynamisch, flexibel, schnell, anpassungs- und entwicklungsfähig. Nun soll auch die Google Cloud agiler werden, hierzu plant der Suchmaschinen-Riese umfassende Umstrukturierungsmaßnahmen im Bereich seiner Cloud-Sparte.

Die Änderungen sollen unter anderem Optimierungen im Bereich der Kundenbeziehungen und neue Partnerschaften mit sich bringen. Das vorgegebene Ziel des CEO Sundar Pichai ist genauso konkret wie zielstrebig: In vier Jahren sollen Microsoft Azure und Amazon AWS von Google als größter und erfolgreichster Cloud-Anbieter abgelöst werden.

Überzeugende Zahlen zur Cloud-Sparte

Alphabet gewährte im Rahmen des jüngsten Quartalsberichts zum ersten Mal Einblick in sein Cloud-Geschäft. Demnach konnte die Google Cloud einen Umsatzanstieg von beachtlichen 53 Prozent verzeichnen.

Die neuesten Geschäftszahlen von Alphabet zeigen, dass sich das Unternehmen auf dem richtigen Weg befindet. Auch die Optimierungsmaßnahmen sind positiv zu bewerten. Angesichts der herausragenden Wachstumsraten der Google Cloud und der ehrgeizigen Wachstumspläne des Alphabet CEOs, erscheint es möglich, dass Alphabet den Platzhirschen Microsoft und Amazon, Marktanteile im Cloud-Business wegnehmen kann. Alphabet bleibt ein Basis-Investment. Investierte Anleger lassen ihre Gewinne laufen, Rücksetzer können zum Neueinstieg genutzt werden.

GOOGLE (WKN: A1VEW3)

Der Autor Emil Jusifov hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Alphabet.

Buchtipp: Die Facebook-Gefahr

Facebook ist in die Kritik geraten. Bots, Trolle und Fake News sind Synonyme für die Pro­bleme des Konzerns. Spätestens seit Brexit und Trump sehen Nutzer die Reichweite und die Algorithmen mit Argwohn. Einer von Ihnen: Roger McNamee. Einst stolz darauf, zu den ersten Facebook-Investoren zu gehören, ist der Kapitalgeber und Tech-Experte nun zum scharfen Kritiker geworden. In seinem Buch rechnet er mit Mark Zuckerberg und Sheryl Sandberg ab. Ihre Reaktion auf den Missbrauch des sozialen Netzwerks ist seiner Ansicht nach völlig unzureichend und geht am Kern des Problems vorbei: der Bedrohung unserer demokratischen Grundordnung. „Die Facebook-Gefahr“ ist ein nicht zu überhörender Weckruf – für das Silicon Valley, für die Politik, für uns alle.

Autoren: McNamee, Roger
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